Mittwoch, 5. November 2014

Step Up 5 - All In

©Constantin Film
Die STEP UP – Reihe ist wieder zurück. 2014 wird in Las Vegas nach den Sternen gegriffen, denn nach dem erfolgreichen Nike-Spot ist die Tanzgruppe ´The Mob´ wieder auf dem harten Boden der Realität angekommen. In Los Angeles können sie sich gegen die Konkurrenz im Rennen um Werbespots und lukrative Auftritte nicht durchsetzen. In der Folge wird Chef Sean alleine gelassen und von seiner Crew verlassen. Nur gut das Mousse in der Nähe ist, der sofort eine Crew mit alten und neuen Gesichtern auf die Beine stellt. Fortan heißt das Ziel ´The Vortex´. Eine Veranstaltug bei dem die Siegergruppe einen langjährigen Tanz-Vertrag einheimsen kann. Eine Chance die sich die neue Gruppierung ´Lmntrix´ nicht entgehen lassen möchte. Der Traum scheint zum greifen nahe...

Wie simpel ein Film doch funktionieren kann, wenn man auf seine Stärken vertraut, zeigt uns STEP UP Jahr für Jahr. Beim fünften Teil sind wir mittlerweile schon angekommen und genau so wie seine Vorgänger ist auch dieser Ableger kein Abrutscher in dunkele Tiefen, die man der Reihe oftmals andichten möchte. Im Gegenteil, STEP UP hat wieder einen deutlichen Schritt gemacht, und in Sachen Choreographie einen neuen Primus abgedreht, der seine Geschwister allesamt in die Schranken weisen kann. Dass diese Reihe die Begriffe ´0815´ und ´Schema F´ durchaus auch innehält, dürfte wohl mittlerweile keinen mehr überraschen und dennoch kann mir kein Fan des Hip Hops und somit auch Anhänger des gezeigten Tanzstils erklären, das er hier nicht auf seine Kosten kommt. Dafür macht STEP UP: ALL IN seine Sache viel zu gut. Mit einer selbstverständlich miserabel aufgezogenen Rahmenhandlung, einer spiegelglatten Charakterzeichnung und groben Dialogen, macht man sich auf um die Stadt unsicher zu machen, in der Zocken und Exzess die Oberhand behalten. Da wo die Welt noch in Ordnung ist.
Doch woraus zieht STEP UP seine Stärken?
Was andere Streifen eben durch faszinierende Dialoge, überragende Mimen oder auch einer überraschenden Handlung schaffen, wird in diesem Fall ganz einfach über die Körpersprache geregelt, über den Tanz. Tanzen ist Leidenschaft und Emotion. Hip Hop ist Coolness und Vibe. Zusammen ergibt das eine unschlagbare Kombination. Wenn dann auch noch die nötige Kreativität in den Choreographien an den Tag gelegt wird, entsteht ein hochglänzendes Gesamtbild, das nicht nur absolut in unsere Zeit passt, sondern auch eine unumstößliche Daseinsberechtigung hat. Denn, vergisst man die schwachen Nebensächlichkeiten, die auf keinen Fall so sehr nerven, das der Zuschauer wegschauen muss, entsteht Entertainment. Von Intensiven Dancebattles getragen, von kitschigen Lovestorys umgeben.

©Constantin Film
Natürlich ist hier nicht alles Gold das glänzt, aber muss man tatsächlich noch auf die offensichtlichen Schwächen solcher Streifen eingehen? Zumal die STEP UP – Reihe sich deutlich gebessert hat, und in STEP UP: ALL IN deutlich ´kitschfreier´ daher kommt, wie das in der Vergangenheit schon der Fall war.

Das Tanzensemble harmoniert soweit ganz gut miteinander, wenngleich es einfach zu viele Tänzer sind, und somit phasenweise sämtlicher Bezug fehlt. Längen kennt dieses Franchise ebenso wenig, und für das Publikum springt damit ein seichter Tanzfilm raus, der in seinen besten Momenten einfach packend ist und ein Finale im Petto hat, das dem Zuschauer die Schuhe auszieht. Ein Film für die Augen und der beste Ableger der Reihe seit Teil 1. Fans werden ihn lieben, der Rest wird sich immerhin beim Kopfnicken erwischen. Immerhin.  


Bewertung: 07/10



©Constantin Film
Genre: Tanz, Drama
Originaltitel: Step Up: All In 
Regisseur: Trish Sie
Darsteller: Ryan Guzman, Briana Evigan, Misha Gabriel, Adam Sevani
Erscheinungsjahr: 2014
Produktionsland: USA
Laufzeit: 112 Minuten  
Originalsprache: Englisch 
Altersfreigabe: FSK 0

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