Sonntag, 21. August 2016

"Suicide Squad" - Ein Schritt in die richtige Richtung?


© Warner Bros. Pictures Germany
Die Regierung will Feuer mit Feuer bekämpfen. Die Übermenschlichen Helden und Schurken werden zahlreich und unberechenbar. Man benötigt eine Einheit, mit der man etwas riskieren kann. Eine Einheit deren Überleben nicht gesichert werden muss. Zum Glück hat A.R.G.U.S. Agentin Amanda Waller da ein Projekt in der Hinterhand – die Taskforce X. Und diese kommt gerade rechtzeitig, denn etwas übermenschliches bedroht die Sicherheit der ganzen Welt und nur eine Gruppe von Superbösewichten kann das stoppen.

Warum eigentlich? Wo stecken Batman, Wonder Woman und der Rest der Justice League?

Die Handlung bildet wirklich das größte Problem des Films. Nicht nur, dass die offensichtliche Frage nach dem Verbleib der Superhelden nicht im Ansatz beantwortet wird, sondern man erklärt auch sonst zu wenig, warum sich alles so abspielt. Gerade die Motivation des Suicide Squad wird in den letzten 20 Minuten nochmal gehörig unglaubwürdig. Ob auch hier wie bei Batman v Superman eine 30min längere Version Klarheit verschaffen soll, bleibt abzuwarten.
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Dennoch ist "Suicide Squad" weit unterhaltsamer als es "Batman v Superman" war. Das liegt vor allem an den tollen, teils absurden Charakteren, die der Film einführt. Diese Vielzahl von Hintergrundgeschichten im Schnelldurchlauf zeigt dem Zuschauer bereits was ihn erwartet. Dunkle Bilder, wie wir sie bereits von DC kennen, aber eben auch knallig bunte Effekte und die genau richtige Menge Humor. Man bewegt sich dabei nicht auf Marvel Niveau, aber die an sich pathosgeladene Grundstimmung wird erfrischend aufgelockert. Gerade "Harley Quinn", gespielt von Margot Robbie und der von Will Smith verkörperte Auftragskiller "Deadshot" tragen große Anteile am Erfolg des Films. Auch der durch Jared Leto verkörperte "Joker", der sich mit Heath Ledgers Interpretation messen muss, passt perfekt in diesen Film. Es ist ein grundlegend anderer Ansatz, als der "Joker" den wir in "The Dark Knight" so vergötterten, aber auch dieser schrille König von Gothams Unterwelt fügt sich in das DC-Universum ein.

Fazit

Abseits der großen Schwächen in der Handlung bin ich positiv überrascht von "Suicide Squad". Es ist ein erster Schritt weg vom konfusen, überladenen "Batman v Superman", hin zu einer gelungenen Comicverfilmung. Bis DC jedoch eine ernstzunehmende Konkurrenz für das Marvel Filmuniversum darstellt, muss noch einiges passieren. Fans des Genres werden an "Suicide Squad" aber sicher Spaß haben!

© Warner Bros. Pictures Ger
BEWERTUNG: 6,0/10
Titel: Suicide Squad
FSK: ab 16 Jahren freigegeben
Laufzeit: 130 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016
Autor: David Ayer
Regisseur: David Ayer
Darsteller: Margot Robbie, Will Smith, Cara Delevinge, Jared Leto, Jay Hernandez, Jai Courtney

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