Sonntag, 15. September 2013

Gerard Butler beweist Härte in GAMER


"Du wirst bezahlt um kontrolliert zu werden oder du bezahlst zum kontrollieren."

In naher Zukunft sind die Begriffe ´Slayers´ und ´Society´ gängige Schlagwörter wenn es um den Lifestyle der aktuellen Generation geht. Der Milliardär Ken Castle verdient sich sein Geld mit Programmen, die einer außenstehenden Person es ermöglichen Kontrolle über eine andere reale Person in einer separaten Welt zu übernehmen. Im Programm ´Slayers´ wird diese Kontroller allerdings tödlicher Ernst, denn zum Tode verurteilte Menschen werden hier gegeneinander losgelassen. Sollte ein Slayer 30 Battles überstehen hat er sich die Freiheit verdient und darf in sein altes Leben zurückkehren. Bekanntester Slayer ist John ´Kable´ Tillman der kurz vor seiner Freilassung steht. Doch auch er muss erkennen, dass die Lüge der Freiheit in dieser Welt allgegenwärtig ist und das bestimmte Personen ihn Tod sehen wollen…

Was GAMER genau für Absichten hat, lässt sich wohl so genau nicht festmachen. Viele sehen in diesem Film einzig und allein einen testosterongeladenen Actionthriller, der optisch zwar eine Wucht ist, inhaltlich aber nichts Besonderes hergibt. Die andere Seite wird genau dem nicht zustimmen können, womöglich geblendet von der Tatsache, dass sich die Handlung lediglich vor einem gesellschaftskritischen Vorhang abspielt, jedoch nie tiefer in die Abgründe der Gedankenkontrolle eindringt, als sie muss um den Plot möglichst verständlich zu erklären.

Was man dem Film aber nicht absprechen kann ist die Tatsache, dass das Regie-Duo Mark Neveldine und Brian Taylor, wieder einmal eine riesige visuelle Leistung erbracht haben. Sie wissen wie man den Zuschauer zumindest optisch für sich einnimmt und so simpel es auch klingen mag, das ist oftmals die halbe Miete, da diese Tatsache schon alleine dafür sorgt, dass keine Längen entstehen. Der heiße Atem, der Schweiß auf dem Fleisch der Menschen, die Sinnlichkeit, alles äußerst eindrücklich eingefangen und auf seine ganz eigene Weise hypnotisierend. Das haben die Beiden in CRANK schon genial geschafft und setzen diese Fähigkeit auch in GAMER toll um.
Die Settings sind erfrischend, modern und teilweise sehr imposant. Gerade die Schlachtfelder sind eine Augenweide, ebenso die Welt ´Society´. Die Augen bekommen hier also einen wahren Leckerbissen serviert.


Inhaltlich hinkt der Film dann tatsächlich etwas hinterher. Sicherlich gibt es wesentlich unkreativere Konzepte, denn die Grundidee an sich ist äußerst interessant. In der Ausarbeitung, haben sich die Drehbuchautoren dann aber wesentlich weniger Zeit genommen und die starke Regieleistung nahezu im Stich gelassen. Der Score des Komponisten – Duo´s Robb Williamson und Geoff Zanelli begleitet den Film optimal. Viele elektronische Einflüsse, die zu hören sind und trotzdem schafft man es eine aggressive und offensive Note mit einfließen zu lassen, wie man vor allem im Track ´Simon´s House´ optimal feststellen kann.

Der Cast genügt den Anforderungen. Gerard Butler, stellt in der Regel immer eine optimale Besetzung für einen Actionthriller da, vor allem durch seine Physis und seine unheimlich männliche Darstellungen. Neben ihn gesellen sich in den wesentlichen Rollen Michael C. Hall, der den Film durch seine Arbeit nicht wirklich weiterbringt, aber das Bild, dass man vom abgehobenen Milliardär Ken Castle hat, gut verkörpert und Logan Lerman, der vielen aus dem Film PERCY JACKSON – DIEBE IM OLYMP bekannt sein dürfte, wo er die Hauptrolle inne hält. Er macht einen sehr jungen und frischen Eindruck und ihm scheint die Rolle des jugendlichen Gamers auch sehr zu gefallen und zu passen. Alles in allem sieht man sich den Cast gerne an, auch wenn die Sympathie ungleich größer ist als das Können dieses.

Unterm Strich bietet uns GAMER kurzweilige Unterhaltung, so wie sie der Zuschauer erwartet. Perfekt für einen Filmeabend mit den Jungs geeignet, als auch für den Stressabbau. Gerard Butler und die tolle Regieleistung tragen den Film, sowie mit Abstrichen, der authentische Score. Große Denkleistungen müssen hier nicht erbracht werden und das ist auch gut so. GAMER will vielleicht mehr sein was er ist, aber dem Zuschauer wird schnell klar, dass hier der Inhalt bei weitem nicht so komplex und kritisch ist, wie es zunächst den Anschein hat.



"Lass mich frei, Kleiner. Wenn du gewinnen willst, lass mich frei."


Bewertung: 06/10


Genre: Action
Originaltitel: Gamer
Regisseur: Mark Neveldine, Brian Taylor
Darsteller: Gerard Butler, Logan Lerman, Michael C. Hall, Amber Valletta
Erscheinungsjahr: 2009
Produktionsland: USA
Laufzeit: 91 Minuten (DvD), 93 Minuten (Bluray)
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 18, FSK 16 (gekürzt)

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