Freitag, 30. August 2013

COLLATERAL - Tom Cruise versaut Jamie Foxx den Feierabend

(2004) / US / OT: Collateral / Laufzeit: ca. 120 Minuten / FSK: 16 / Drama, Action, Thriller
von Michael Mann - mit Jamie Foxx, Tom Cruise


Es ist Nacht. Du sitzt in deinem Taxi. Entspannende Musik. Unter anderem nervige Kunden. Eine sympathische Staatsanwältin. Ach, und ein Auftragskiller. Einer der aufregenderen Abende eines Taxifahres...

...und auf jeden Fall einer der aufregenderen Tom Cruise Filme, er ist nicht unbedingt einer meiner Lieblingsschauspieler, doch hier kam er als eiskaltes 'Monster' perfekt zur Geltung und hat mal gezeigt das er echt was auf dem Kasten hat. Mit Sätzen wie "Hast du schonmal von Ruanda gehört? Zehntausende sind an einem Tag gestorben. Niemand hat so schnell Menschen umgebracht seit Nagasaki und Hiroschima. Hast du auch nur eine Träne vergossen?" will er Max, den Taxifahrer, aber auch den Zuschauer die Augen öffnen. Oder einfach nur davon ablenken das es trotzdem unmenschlich ist, dass er Gott spielt und Menschenleben in der Hand hat. Die Rolle des Psychaters hat der feine Herr Killer auch drauf, ""Irgendwann...Irgendwann wird mein Traum wahr werden"...eines Nachts wirst du aufwachen, und feststellen, dass es zu spät ist [...]", er zeigt Max, und wieder dem Zuschauer, das man sich lieber etwas vorstellt und seinen Traum nur im Kopf erfüllt, anstatt ihn auch wahr werden zu lassen. "Collateral" ist also nicht nur ein guter Thriller, es ist irgendwie Kritik an der Menschheit. Keine die äußerst ausgereift wirkt, doch es ist eine die gut vorgestellt wird. Zwischen diesen "Was ist der Sinn des Lebens"-Gesprächen geht Vincent(Tom Cruise) seinem Job nach und befördert ein paar wichtige Leute ins Jenseits. Damit wird "Collateral" auch in Sachen "Action" aktiv, Spaß hat man bei den Szenen allemal. Vor allem erkennt man bei diesen Szenen wie eiskalt dieser Mensch Vincent ist, dieser Mensch der über das Leben philosophiert. 

Doch Tom Cruise ist hier auf keinen Fall der, der vollkommen im Rampenlicht steht. Jamie Foxx. Wow. Selten hat er mich so dermaßen überzeugen können, die Rolle des verängstigten, mit der Situation überforderten Taxifahrers, der eigentlich nichts im Leben kennt außer jeden Tag seine Mutter im Krankenhaus zu besuchen, seinem Traum eines eigenen Geschäftes hinterher zu jagen, und in Gedanken auf einer Insel auf den Malediven zu leben. Doch aus dieser Traumwelt ist er an diesem Abend herausgerissen worden.

7.5/10


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