Sonntag, 28. Oktober 2012

"BLOW". Es war einmal eine Drogenhändlergeschichte...

(2001) / US / ca. 124 Minuten / FSK 12 / Krimi; Drama

"Es ist nett, schöne Dinge zu haben..." 
Aber was denn genau für Dinge? Ob nun Familie, Geld, Ruhm, dass definiert jeder Mensch für sich selber. Für George Jung, eine mal wieder grandiose Darstellung von Johnny Depp, war das Aussehen eines schönen Dings früh klar: Mit möglichst wenig körperlichem Aufwand an viel Geld kommen. Kaum erwachsen entschliesst er sich dazu mit seinem Kumpel auf gut Glück nach Kalifornien zu ziehen. Schneller als gedacht sind sie ins Marihuanageschäft gerutscht.

Ich kann mir nicht helfen, aber nachdem ich mir die ganzen Filme angeschaut habe die sich auch nur teils mit diesem Thema beschäftigt haben, wird es für mich immer schwerer die Titel überhaupt auseinander zu halten. In diesem Genre wird meiner Meinung nach viel zu oft etwas doppelt erzählt, grade in den hochkarätig besetzten Filmen mit u.a. Johnny Depp kann man sich doch andere Sichtweisen auf das Drogengeschäft erhoffen, oder nicht? "Blow" wird nett dargestellt, teils dynamisch erzählt und exzellent von den Schauspielern getragen (Penélope Cruz dagegen nervt mal wieder durchgehend), doch inhaltlich wird mir über diese Zeit nicht viel erzählt. Grundaussage: Drogen verticken war damals einfach, man ist leicht ins Geschäft gekommen, wollte immer mehr, hatte Höhen und Tiefen und endete schlussendlich in einer nicht so guten Situation. Kennen wir!



"Geld ist nur Papier, George! Darauf kommt es nicht an!"
Wann kapiert man diesen Satz? In 99% der Fälle muss man mit dem Geld doch erstmal auf's Maul fliegen um ihn zu begreifen, um zu begreifen das man auch ohne glücklich werden kann. Wenn man es richtig angeht kann Geld schon der Grund sein das es "auf etwas ankommt", doch wie der Film so schön zeigt kann der Mensch nicht ohne seine Gier, ohne immer mehr zu wollen, anstatt einfach mal zu sagen: 'Nein, passt schon. Ich bin so glücklich.' Ist nicht immer so, aber an die oben genannten 99% dürfte man schon rankommen.

"Blow", der Film an sich, hat mich in keiner Sekunde wirklich begeistert. Geniale Momente hatte Johnny Depp (bzw. ein einziger, langer genialer Moment), doch ist es immer blöd wenn ein Star keinen startauglichen Hintergrund als Unterstützung hat. Das Grundgerüst von "Blow" ist nämlich absolut stereotyp und austauschbar, Biopics von Drogendealern sind sowieso schon ausgelutscht. Achja, Ray Liotta war dafür auch ziemlich toll.

6/10

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