Freitag, 4. Mai 2012

Mit der ersten Staffel von "The Walking Dead" kommt die Zombieapokalypse


Nach Serien wie "Supernatural" oder "Dexter" wollte ich eigentlich gar nicht groß mit Serien weiter machen. Nein, das heisst nicht, das eben genannte schlecht sind, doch sehen wir es mal so:


Es ist wie mit Videospielen, ein Spiel das nach Sechs Stunden vorbei ist, macht Spaß, ist gut für zwischendurch. Doch dann kommt ein dickes Rollenspiel in dein Sichtfeld das dir über hunderte Stunden abverlangen kann, Stunden in denen du die Charakter zu schätzen lernst, in denen du die Geschichte in dich aufsaugst. Serien sind für mich die Rollenspiele dieser Medienlandschaft, man gibt sich ihnen vollkommen hin und taucht nicht nur für 2-3 Stunden in die Story ein, sondern über mehrere Staffeln. Deswegen traue ich mich auch so selten an (gute) Serien, einmal angefangen machen sie süchtig und eine Staffel die über 500 Minuten Laufzeit hat, kann auch mal an 1-2 Tagen geschaut werden. Ebenfalls tut es doch auch verdammt weh wenn dann mal eine Serienpause eintritt und man mehrere Monate auf eine neue Staffel warten muss. Das Serienende ist sowieso das schlimmste. Das mit dem warten geht mir jetzt mit "The Walking Dead" so.



Worum gehts in  der 1. Staffel eigentlich?
Rick erwacht aus dem Koma. Das Krankenhaus, in dem er liegt, ist verwüstet. Es klebt Blut an den Wänden. Totales Chaos. Auch auf der Straße. "Was zum Teufel ist hier blos los", denkt man sich zusammen mit Rick. Doch er findet einen Überlebenden mitsamt seinem Sohn, dieser erklärt ihm das es eine Zombieapokalypse ausgebrochen ist, für Rick ist klar: Er will nur noch seine Familie finden, und er ist sich sicher das sie auch noch am Leben ist.



Zombies. Zombies! Und ne verdammte Serie mit fähigen Autoren drumherum! Und der Cast erst! Mensch, sind die mir schnell ans Herz gewachsen, und damit hat eine Serie doch schon die halbe Miete eingefahren. Für mich ist "The Walking Dead" wie "Lost". Mal von den ganzen Rückblenden und Zeitsprüngen und was weiss ich abgesehen, geht es doch um genau das gleiche: Gestrandete Figuren finden sich unter extremen Umständen in einer neuen, gefährlichen Welt wieder. Dazu kommt noch, das "The Walking Dead" ausgezeichnete Western-Elemente mit reinbringt, dieser Mix macht Spaß, diesen Mix zieht man gerne mal auf Ex runter. Der Kniff bei dieser Serie ist ja, das egal wie scheiße die Situation dort aussieht, man wäre doch irgendwie gerne mit dabei, und wenn das eine Serie schafft, ja dann hat sie ihr Ziel erreicht. Der Grad zwischen 'Horror', 'Drama' und auch etwas 'Komödie' ist unglaublich gut gehalten, es wirkt nie lächerlich, nie zu ernst, immer ideal. Für die Horrorelemten sorgen natürlich die Zombies, die sind auch extremst gut gemacht worden, jeder Zombie wurde individuell gestaltet und keinem würde man gerne gegenüberstehen. Für die nötige Prise Drama wurden fähige Autoren geholt, ich finde die Dialoge immer passend und höchst faszinierend, langweilig wirds jedenfalls nie wenn hier mal der Mund aufgemacht wird. Und ohne Witz könnte man sich in so einer Welt ja sowieso erschießen, also ist man auch mal etwas lockerer drauf. Einfach klasse, die erste Staffel hat Lust auf mehr FLEISCH...nein mehr Lust auf die Serie gemacht.


Und auch hier, eine zwischenzeitliche Top 5 meiner Lieblingscharaktere:


Platz 5: Daryl Dixon(Norman Reedus)
- Man weiss nicht wirklich was man von ihm halten soll. Ich bin noch ziemlich skeptisch was ihn angeht, doch gewisse Sympathien kann ich auch nicht abschlagen.

Platz 4: Dale Horvath(Jeffrey DeMunn)
- Der gutmütige alte Mann, jaja er ist wohl da weil es einfach eine Opa-Figur geben musste. Aber es funktioniert ja auch! Man mag ihn weil er immer recht hat, man mag ihn weil er immer das Beste für alle möchte.

 Platz 3: Glenn(Steven Yeun)
- Glenn hat in der ersten Staffel keine große Rolle, doch genau das macht ihn so interessant. Ein sympathischer Kerl ist er sowieso.

 Platz 2: Shane Walsh(Jon Bernthal)
- Als bester Freund von Rick, der seine Familie solange er weg war beschützt hat, kann man ihn nur schätzen. Außerdem ist er ein Anführertyp der immer den Durchblick hat, ein wahre Bereicherung für die Truppe.

 Platz 1: Rick Grimes(Andrew Lincoln)
- Es ist wohl nicht verwunderlich das der Hauptcharakter nach der 1ten Staffel auf Platz 1 steht, doch er ist hier nunmal die Person mit der man am meisten mitfühlt, für den man sich am meisten interessiert.

Trailer:

Kommentare:

  1. also ich war ja von der ersten Staffel voll begeistert. War einfach klasse. Vor kurzem lief die zweite Staffel auf Sky, und da war ich schon nicht mehr so begeistert. Gute Ansätze sind genügend vorhanden für eine gute Fortzetzung, aber es tröpfelt so vor sich hin und manche Charakteren waren echt nervig. Nicht, daß sie schlecht ist, aber die erste Staffel fand ich deutlich besser. Das war zumindest mein Eindruck. Würde mich interessieren, wie du die zweite Staffel findest.
    Grüße

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    1. 8 Punkte sind ja auch pure Begeisterung :) Die 2te Staffel hab ich auch schon durch, dazu kommt die Tage was, also sage ich an der Stelle mal nichts mehr dazu. Toll ist TWD in jedem Fall :)

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    2. ja keine Frage. Verglichen mit dem ganzen Seriensche... was da so produziert wird, ist The walking Dead mit Abstand eine der besten Serien der letzten Zeit. Mal sehen was die dritte Staffel bringt. Bis dahin frohes gucken.

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    3. Vor allem mit dem was allgemein im deutschen Free TV läuft. Die geschnittenen Fassung von Game of Thrones und Co. die jetzt alle anlaufen kann man sich ja auch nicht antun.

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