Samstag, 5. Mai 2012

Der "Iron Man" der ja gar nicht aus Eisen besteht



"Ich fühl mich wie auf dem Weg zum Kriegsgericht. Ist doch irre. Was hab ich getan? Bestimmt fahrt ihr gleich ran und macht mich kalt."


"Iron Man" macht das, was wenige Superheldenfilme machen. Sie nehmen einen Arsch als Helden, jemanden der als Warlord, als Waffenproduzent und Lieferant bekannt ist. Es ist also mal ein Antagonist wie aus dem Bilderbuch. Und doch wird Iron Man als einer der coolsten Superhelden gefeiert. Joar, das würde ich auch sagen. Warum? Weil Robert Downey Jr.'s Charakter Tony Stark AKA Iron Man eine ziemlich heftige Wandlung durchlebt. Und diese kommt ziemlich verständlich rüber, da hat man sich also Gedanken drum gemacht. Schön das man sich nicht nur auf Action besinnt hat. Apropos Action. Die ist fett. Damit meine ich vor allem die Flugszenen, man wünscht sich sofort diesen Anzug aus Stahl(nein falsch, er ist ja aus Gold und Titan) und will einfach nur ein paar Loopings machen. Tony Stark kann den Zuschauer aber auch ganz einfach um den Finger wickeln. Wie? Lauscht seinen Sprüchen, genießt seine Gespräche. Sein Charakter wurde für mich in "The Avengers" herrlicher dargestellt, doch man kann dem Iron Man auch hier nur höchstens 10-20 Minuten böse gesinnt sein, bis man ihn dann mag. Zwar übertreibt man mit einer Laufzeit von knapp 2 Stunden etwas(vor allem weil der 'richtige' Iron Man erst nach über einer Stunde aufkreuzt, und die Geschichte bis dorthin immer etwas angestrengt wirkt), doch vergisst man das immer wieder wenn man Downey Jr. auf der Bildschirmfläche rumtänzeln sieht. Es ist nunmal ein Held der nicht immer nur nett ist, diese arrogante(und dennoch coole) Ausstrahlung von ihm ist was erfrischend neues. Superheldenfan. Das ist eine Bezeichnung die wohl nie so ganz auf mich zutreffen wird, vor allem dank solchen Nervbündeln wie diesen X-Men("First Class" mal ausgenommen) oder den Fantastic Four(unsympathischster Haufen genmanipulierter Arschgeigen überhaupt) bin ich fest von der Überzeugung das mich diese 'Helden' nie richtig packen werden. Doch wenn weiterhin solche Leute wie Tony Stark aufkreuzen und mir einen Helden präsentieren, der eigentlich gar keiner ist, dann seh ich die Sache doch schon wieder aus einer ganz anderen Perspektive.

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