Montag, 21. Mai 2012

"Chronicle" erweckt die Träume eines jeden zum Leben




"Chronicle" ist im gesamten eigentlich nicht mehr, als ein verfilmter Traum eines jeden Menschen. Die Jungs hier können fliegen, Sachen mit ihren Gedanken bewegen, wollen damit nicht die Welt retten sondern einfach Spaß haben. Und so ist es auch kein Film über ein paar Leute die jetzt Superkräfte haben und sich denken "Year, jetzt können wir was gutes tun", sondern einfach eine mit einer Handkamera dokumentierte Erlebnisreise dreier Teenager die Kräfte erlangen, die sich jeder wünscht. Es ist schön wie ungezwungen man an diese Geschichte rangegangen ist, man erzählt locker, absolut ohne verkrampft zu wirken von dem Leben eines (nicht so) normalen Jugendlichen und seiner zwei Freunde. Und obwohl man dieses "Superkräfte"-Thema im Rücken hat, bleibt man am Boden, zeigt die erste Stunde nicht mehr als den Quatsch den die Jungs mit ihren neu erworbenen Talenten anstellen. Das reicht auch. Es ist Spaß pur, jeder hat schonmal davon geträumt und deswegen gibt es diese gewisse Verbindung zum Zuschauer.


Zwar musste man auch hier kleine, traurigere Nebengeschichten mit reinwerfen, wie zum Beispiel einen ziemlich tiefgreifenden Streit mit dem Vater, doch passt das gut rein, vor allem zum Ende hin läuft alles zu einem schönen roten Faden zusammen. Wo am Ende der rote Faden zusammenläuft, explodiert er dann auch, denn umso stärker die Jungs, vornedran Andrew(Dane DeHaan), umso gefährlicher werden sie. Das Dreiergespann, das aus Jungdarstellern besteht, kann sowieso durchgehend überzeugen, vor allem Michael B. Jordan als Steve sammelt viele Pluspunkte. Wo in der ersten Stunde das CGI ziemlich sympathisch aussah(nicht hübsch, aber sympathisch), hat man zum Ende hin mit viel Action auch noch was für die Optik gemacht. In Verbindung mit der Persönlichkeitsimplosion von Andrew ist das ein bombastisches Finale das absolut nicht too much ist.


Der Found Footage Style hat mich nicht unbedingt gestört, mit einer normalen Kameraführung hätte man zwar noch schönere Bilder einfängen können, doch dann hätte dieser Film nicht diese authentische und angenehme Ausstrahlung. Was jedoch sehr schade ist, ist das man mit der Dramartugie, die nach dem Streit von Andrew und seinem Dad ausgebrochen ist, etwas sehr übertrieben hat, es sind Sachen ausgeartet(und damit meine ich eine ganz bestimmte) die man nach der ersten, spaßigen Stunde einfach nicht sehen wollte.


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