Mittwoch, 28. März 2012

Irrsinniges Filmspektakel mit Charles "Bronson"



Worum gehts?
Charles Bronson ist der wohl gefährlichste Gefangene Großbritanniens überhaupt. Alles hat mit einem kleinen Raub angefangen in dem er grade mal 30 Pfund erbeuten konnte. Aus einen zunächst geplantem 7 Jährigen Gefängnisaufenthalt, wurden über 40. Dieses (lose) Biopic hier, nimmt sich jedoch nicht so sehr ernst wie man es erwartet.


Bronson. Charles Bronson. Ein echt komischer Typ. Ein Typ der der Gesellschaft so gar nicht passt. Ein etwas anderer Mann eben. Immer auf der Suche nach einer guten Schlägerei und nach genug Aufmerksamkeit. Er war auf der "Mission des Wahnsinns", sagte er mal. Auch als den Gefängniswanderer könnte man ihn bezeichnen, über 120 mal wurde er verlegt. Als "gefährlichster Häftling Britanniens“ wird er betitelt. Ja, das hat ihm gefallen. "Ich bin der Nummer 1 Geiselnehmer" kam mal aus seinem Mund, und er verlangte die ulkigsten Sachen für die Freilassung seiner Geiseln. Unter anderem Musik. "Schuldig wie Adolf Hitler". Das waren seine Worte zu sich selbst, nicht die des Richters. Ein Typ den man hassen sollte. Der hat sie doch nicht alle. Aber wartet mal, er ist so anders, er scheisst auf alles was die Norm vorschreibt, auch ist er kein Verbrecher den man mit jemanden vergleichen könnte. Seine Gewalteskalationen treten nicht willkürlich auf,  seine Abneigung fokusiert er eindeutig  auf die Gefängniswärter. Seinen Geiseln droht er immer, doch was er mit ihnen tut ist unglaublich. Der eine darf ihm den Rücken eincremen, den anderen befiehlt er das sie ihn mit General ansprechen sollen, oder er malt sie einfach an. Man wird aus ihm nicht wirklich schlau, aus dem Charlie. Doch eine interessante Person ist er in allen Belangen.
Für so eine psychopathische Figur braucht man ein wahres Schauspieltalent, jemand der mit seiner Mimik und seinem Ausdruckswesen spielen kann. Was soll ich sagen. Hier habt ihr Tom Hardy in seiner wohl besten Rolle(neben "Warrior"). Er liefert eine unglaubliche und verdammt eng fesselnde Leistung ab, die den knapp 1 1/2 Stunden laufenden Film wirklich keine Sekunde langweilig macht. Er und Nicolas Winding Refn vereinen Kunst und Gewalt zu etwas....anderem. Zu genau dem was auch der echte Charles Bronson sein wollte, was er war. Und man sollte diesen Kerl und den ganzen Film hier an sich nie ernst nehmen. Den er nimmt es sich selber nicht, Ironie durchströmt den Film die ganze Zeit, genau das was reingehört hat. Dem Zuschauer wird keine Moral ins Gesicht worfen. Kein Bedauerung Bronsons.
Ein Feuerwerk des Irrsinns, die daraus entstehenden Funken glänzen vor Wahnsinn, für solche Filme wurde Zelluloid erfunden.

8/10
  

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