Sonntag, 11. Januar 2015

Steve Jobs - Hippie und Milliardär


Visonäre der Moderne sind schon eine Interessante Sache. Gerade da sie nun auch das jüngere Semester unserer Gesellschaft geprägt haben und die gesamte moderne Gesellschaft gleich mit. Wann immer solche ´Helden´ von uns gehen, ist der Aufruhr groß. Biografien die sich gefühlte Jahre lang auf der Bestsellerliste halten, Kinoadaptionen, Dokus, die das gesamte Dasein des Betroffenen ausschlachten. Im Falle von Steve Jobs, Apple-Gründer und Technologie-Guru, wurde keine Ausnahme gemacht. Seinem mehr als tragischen Tod folgte eine äußerst erfolgreiche Niederschrift über sein Leben, im Jahre 2015 schlägt dann Hollywood zu, ´Jobs´ wird der Film heißen und Danny Boyle nimmt dafür auf dem Regiestuhl platz.
Doch meist viel interessanter als die großen Projekte, sind meist die kleinen Dokumentationen, die wahrhaft Informationen und Emotionen zu Tage fördern, als die welche der Spiegel in seiner Titelstory, eine Woche post mortem eh´ schon ans Licht gebracht hat.

BBC tat das mit seinem Ableger STEVE JOBS: HIPPIE UND MILLIARDÄR also genauso. Und obwohl eben genannter britischer Sender sonst eine renommierte Doku-Adresse ist, patzen die Macher nahezu am laufenden Band. Was heißt patzen? Da steckt einfach kein Herz drinnen. Uns werden wichtige Mitmenschen, Freunde, Geschäftspartner, Steve Jobs´ vor die Nase gesetzt, versehen mit einem kleinen Untertitel welcher uns klarmachen soll wer da eigentlich vor unseren Augen platz nimmt. Dieser erzählt dann ein wenig von seiner Zeit mit dem ach so verrückten Steve, der die Welt jeden Tag aufs neue verändern wollte. Folgen tut dem ganzen Zinober eine kleine Geschichtsstunden, die uns Jobs´ und Apple´s bebildert und fertig ist der Lack. Für eine Azteken-Doku sicherlich kein schlechter Ansatz für die Inszenierung. Bei einem Mann wie Steve Jobs darf es dann aber schon ein bisschen mehr sein. Da möchte der Zuschauer gepackt werden, Gänsehaut bekommen, vielleicht die ein oder andere Neuigkeit erfahren. All diese Punkte, die STEVE JOBS: HIPPIE UND MILLIARDÄR zu einer starken Dokumentation hätten machen können wurden ausgelassen. Das ist zu wenig.


Stattdessen kriegen wir schön chronologisch und stocksteif die wichtigen Stationen eines Mannes zu sehen, der die Welt tatsächlich revolutioniert hat und sicherlich auch einiges an Genialität mitbrachte. Sprich der Apple 1, seine Zeit als Hippie, sein Rausschmiss in der eigenen Firma, sein überragendes Comeback. Sowas eben.

Wem das reicht, möchte ich nicht von dem BBC-Ableger abraten. Große Lücken tauchen hier nicht auf, die Gesprächspartner sind sympathisch. Aber um diese Infos einzusacken greif ich lieber zur ausführlicheren Biografie. Eh bisschen wenig gelesen in letzter Zeit...


Bewertung: 05/10



© BBC
© Genre: Doku
Originaltitel: Billion Dollar Hippie
Regisseur: Laura Craig Gray
Darsteller: Steve Jobs
Erscheinungsjahr: 2011
Produktionsland: UK
Laufzeit: 50 Minuten  
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 0

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