Mittwoch, 4. September 2013

WIR SIND DIE MILLERS - Ein Drogendealer, eine Stripperin, eine Obdachlose und... Kenny

(2013) / US / OT: We're the Millers / Laufzeit: ca. 110 Minuten / FSK: 12 / Komödie, Road-Movie
von Rawson Marshall Thurber - mit Jason Sudeikis, Jennifer Aniston, Emma Roberts, Will Poulter, Ed Helms
Eine schon im vorhinein schablonenhafte US-Komödie die nichts neues zu bieten hat. So dachte man aufgrund der miserablen Vermarktung zu Recht und man geht, falls man es sich denn traut, auch vorbelastet in diesen Film hinein. "Der wird's schwer haben mich zum Lachen zu bringen", und somit haben die Millers eine Aufgabe zu bewältigen, die heutzutage nur noch erschwert zu bewältigen ist. Zwischen all dem 08/15-Fäkalhumor und den ausgelutschten Penis- und Muschiwitzen musste etwas her, was mal aus der Masse herausstischt. Am besten positiv. Ein Wunder ist nicht geschehen, dass kann man der Ami-Komödie aber auch absolut nicht abverlangen. Es ist sogar überraschend, wie viele gute Pointen hier verarbeitet wurden, leider sind diese zwischen relativ viel Leerlauf und unnötigen Wiederholungen aber öfters mal untergegangen und ziehen erst im Nachhinein, wenn man sich wirklich dazu entschließt den Film Revue passieren zu lassen, nochmal einen netten Eindruck mit sich.

WIR SIND DIE MILLERS. Ein Zwangszusammenschluss von Mama, Papa, Tochter und Sohn. Eigentlich sind sie das aber gar nicht, denn hinter der netten Familienfassade verbirgt sich ein Drogendealer mitsamt Stripperin und zwei anscheinend verkommenen Kids. 'Meh' ist zwar der erste Gedanke und der Cast bleibt hier bei näherer Betrachtung auch ziemlich uninteressant (wobei man Jennifer Aniston immer mal wieder betrachten kann), doch stechen sie Szenenweise einzeln ideal heraus und liefern somit einen sogar netten Eindruck. Wenn auch keinen bleibenden.

Es ist mal wieder zum Kopf schütteln, wie viel Potenzial hier drinnen gesteckt hat. Und wie viel davon (wieder mal) verschwendet wurde. Szenen wie die Kuss-Lehrstunde für Kenny waren zum Kugeln und Jennifer Aniston's Sexappeal wurde hier 'ansehnlich' reingebracht. Sogar so, dass die Feministinnen unter uns  nicht ihre Tage während dem Kinobesuch kriegen sollten.

Wie gesagt ist es aber jammerschade, wie man wieder mal das Regelbuch für US-Komödien ausgepackt hat und die typischen Klischees und Augenroller mit einbauen musste. WIR SIND DIE MILLERS hätte ohne diese Einstellungen viel besser harmoniert und sich sogar zum Komödiengut der Moderne avancieren können. Hätte, wäre, wenn und aber, man wollte es nicht wagen und liefert somit einen Streifen, der zwar einige göttliche Momente hat, die aber im Gegensatz zu einer Menge Scheiße nicht wirklich aufzuwiegen sind. Typisches Popcorn-Kino dass spätestens übermorgen vergessen ist.

Rose: You're making $250,000 and giving me only $30,000?
Casey: $30,000? I'm only getting $1,000!
Kenny: You guys are getting paid?

5.5/10


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