Sonntag, 11. August 2013

Tanz in Perfektion - Die Step Up - Reihe


When someone hands you your dreams, you take it, you don't ask questions.“

Es gibt viele 0815-Filme, viele Filme dessen Schema schon vorherzusehen ist bevor die erste Sekunde des Streifens überhaupt anlief. Viele unnötige Filme und viele Filme die einfach nur gehasst werden. Auch die Step Up – Reihe ist ein Vertreter dieser eben genannten Filme. Unverständlich und Unberechtigt. STEP UP ist ein hervorragendes Beispiel für die Frage nach der geeigneten Erwartungshaltung eines Filmes. Eine Diskussion die es schon ewig gibt. Es ist ganz einfach. Was erwarte ich von einem Step Up – Film? Was stelle ich mir in dem Zeitpunkt vor, an dem ich die DvD in den Player schiebe? Ich erwarte Leidenschaft, ganz einfach. Ich erwarte eine flache Story. Ich erwarte ein geringes schauspielerisches Talent. Auf der anderen Seite erwarte ich Tanz, Tanz und nochmal Tanz. Ich erwarte spektakuläre Choreographien, ich erwarte satte Bilder, ich erwarte eine flache Liebesstory am Rande. Ich erwarte all das was Step Up letztlich in bester Manier abliefert.

Die Handlung der vier Franchise-Ableger ist nahezu identisch. Liebe zum Tanz, Liebe zum Partner, Liebe zum Bass. Häufig bedient sich Step Up an Klischees. Herkunft, sozialer Status. Dinge, die dich prägen, Dinge die für den Ruf und das Image einer Person verantwortlich sind. Step Up ist natürlich äußerst oberflächlich, sehr einfach strukturiert. Auf der einen Seite schraubt diese Tatsache den Anspruch des Filmes natürlich in unerforschte Kellerregionen, auf der anderen Seite jedoch findet der Zuschauer so einen sehr angenehmen Film vor, der Langeweile und Antriebslosigkeit vertreibt.


We're all here because we have this thing we do, we dance..“


Das ganz große Plus der Step Up – Reihe liegt jedoch klar und für jeden offen ersichtlich in den überragend choreographierten Tanzeinlagen. Extreme Moves und Schritte, sowie kreative Ideen was Settings und Effekte bei den Tänzen anbelangt sind Standard bei jedem der vier Filme. STEP UP hat zudem die Fähigkeit den Zuschauer mitzureißen. Musik und Beats sind sehr gut gewählt was sowohl Hip Hop, R&B und den Streetdance an sich optimal zur Geltung bringt. Für Fans dieses Lifestyles, dieser Musikrichtung, dieses Tanzes ist jeder Step Up – Film purer Spaß, ganz ohne Zweifel. Die Zuschauer, dessen Musikgeschmack nicht auf die genannten Musikrichtungen fällt können in Step Up – Streifen auch ganz schnell neue Hassobjekte sehen.

Optisch macht die Reihe in jedem Fall einiges her. Egal ob die große Bühne, die Straße, Clubs oder auch die Strände Miamis. Schauplätze fügen sich immer harmonisch in die ´Handlung´ ein. Ein weiterer Punkt zur Optik sind die Hauptdarsteller. Auch hier ist sowohl für Mann und Frau einiges geboten. Step Up spiegelt Schönheit im Großen und Ganzen durch die Bank wieder. Ob der Tanz an sich, die Wahl der Darsteller, Schönheit ist das Rezept nachdem diese Reihe vorgeht. Ein Rezept, dass gerne blendet. Lässt man sich blenden, kann dieses Tanz – Franchise zu einem echten Spaß werden.

Klar, Step Up fehlt ganz einfach die Substanz, dass wirklich gute Filme entstehen hätten können. Dazu fehlt ganz einfach eine Menge Talent, und eine wirkliche Aussage. Was man der Reihe dennoch zu Gute halten muss ist die positive Aura, die sie umgibt. Das positive Gefühl, dass die Filme hinterlassen.

Step Up macht das was es machen wollte sehr gut. Einen sehenswerten Tanzfilm, der durch seine zahlreichen Choreos in dieser Hinsicht absolut zu überzeugen weiß. Das alleine langt gewiss nicht um gute Filme zu produzieren. Es reicht aber sehr wohl um gute Tanzfilme zu produzieren. Und genau das habe ich gewollt und erwartet.



People dance because dance can change things. One move, can bring people together. One move, can make you believe like there's something more. One move, can set a whole generation free.“ 


Bewertung der Reihe: 06/10

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