Dienstag, 13. August 2013

Short Review: Zu scharf um wahr zu sein


Er – ein durchschnittlicher junger Mann an der Flugsicherheitskontrolle. Außer Form, unerfahren, schüchtern. Sie – eine erfolgreiche Anwältin und Eventmanagerin. Eine Frau von Welt, mit einem sensationellen Erscheinungsbild und einem noch sensationelleren Vorbau. Gegensätze ziehen sich an und so finden diese zwei Personen durch Zufälle zueinander. Doch kann solch eine Beziehung überhaupt bestehen?

Flach, vorhersehbar, inhaltsarm, leicht dümmlich. Das ist ZU SCHARF UM WAHR ZU SEIN. Eine unfassbar dünner Plot, keinerlei Charaktertiefe, dazu stellenweise wirklich hirnlos. Alles Fakten die bei dieser Art der Komödie überhaupt nicht interessieren. Ich möchte doch lachen. Sind die Figuren witzig? Ja, sind sie. Erfindet der Film das Rad neu? Kein bisschen. Kommen die Gags an? Ja, da wird schon das ein oder andere Mal lauthals gelacht.

ZU SCHARF UM WAHR ZU SEIN zu sein ist zum einen wirklich komisch. Fans des jüdischen Humors werden sich diesen Film unheimlich oft ansehen können. Der Film ist weder großartig anzüglich oder primitiv. Er ist auch nicht sonderlich eklig. Er ist seicht, angenehm und sehr fröhlich. Figuren wie Stainer lernt der Zuschauer in der kurzen Zeit lieben. Dümmliche Theorien wie das optische Punktesystem werden teilweise übernommen. ZU SCHARF UM WAHR ZU SEIN hat Ideen umgesetzt, die frisch und unverbraucht wirken.

Letztlich muss man aber eingestehen, dass Regisseur Jim Field Smith zu selten auf kitschige Momente verzichten konnte. Gerade der Schluss wurde etwas zu überladen mit schnulzigen Sequenzen, wenngleich immer wieder Schenkelklopfer und kleine Schmunzler eingebaut werden konnten. Das Darsteller-Ensemble wirkt sympathisch und erfrischend. Gerade der unbekannte T.J. Miller, der die Rolle des Stainer innehält mausert sich zu einem wahren Publikumsliebling. Klares Aushängeschild des Filmes ist jedoch Alice Eve, die wahrlich zu scharf ist um wahr zu sein. Eine bildhübsche Frau mit einem wahnsinnigen Körper. Ein echter Hingucker.


Alles in allem ist ZU SCHARF UM WAHR ZU SEIN ein netter Sonntagsfilm, der genauso gut bei einer abendlichen Filmrunde zur Geltung kommt. Der Film enthält echte Highlights und Brüller, was in der heutigen Zeit nur sehr wenigen Komödien gelingt Humor ist und bleibt Geschmackssache. Dieser hier ist kein Durchschnitt. Er ist etwas mehr als das. 


Bewertung: 06/10


Genre: Komödie
Originaltitel: She´s Out of My League
Regisseur: Jim Field Smith
Darsteller: Jay Baruchel (Kirk), Alice Eve (Molly), T.J. Miller (Stainer)
Erscheinungsjahr: 2009
Produktionsland: USA
Laufzeit: 104 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12

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