Dienstag, 30. Juli 2013

Abraham Lincoln brennt heimlich Schnaps und verfällt dabei dem Alkohol - LAWLESS - SMASHED - LINCOLN

Lawless - Die Gesetzlosen (OT: Lawless)
(2012) / US / Laufzeit: ca. 116 Minuten / FSK: 16 / Drama, Krimi, Western
Die Prohibitionszeit kennen wir Gott sei dank nur aus den Geschichtsbüchern, doch war das mal harte Realität - Alkohol darf nicht an den Mann (oder die Frau) gebracht werden. Aber es ist doch immer so, dass verbotene Sachen ziemlich lukrativ sein können. Einige Männer betreiben eben dieses Geschäft der illegalen Schnapsherstellung und dem Verkauf. Verkörpert werden sie unter anderem von Shia LaBeouf (egal was man von dem Film hält, sein Auftritt hier ist doch sehr stark) und Tom Hardy (Brummbär des Jahrtausends, aber auch von ihm ein eindrucksvolles Schauspiel). Gegenspieler sind unter anderem Guy Peare und Gary Oldman. Der Cast ist also schlichtweg der Wahnsinn, vor allem weil wirklich jeder eine astreine Leistung abliefert. Die Sache ist ja, und das zieht den Gesamteindruck leider etwas runter, dass die Charaktere, trotz mächtigem Potenzial, kaum Tiefgang finden. Hätte sich hier sehr gut angeboten, aber die Jungs machen trotzdem das Beste aus ihren Rollen und das ist schon respektabel. Alle Fehler liegen leider in der Unausgereiftheit, hätte man sich etwas mehr Zeit gelassen, ein paar mehr Details hinzugefügt, hätte man einen wirklich guten Epos hinbekommen. So reicht es leider nur für ein "sehenswert", aber das ist er allemal.

"Forrest: It's all right. Jack, It is not the violence that sets men apart. It is the distance that he is prepared to go. Jack, look at me. We are survivors. We control the fear. But without the fear, we are all as good as dead." 

6.5/10


Smashed (OT: Smashed)
(2012) / US / Laufzeit: ca. 81 Minuten / FSK: 12 / Drama
Aaron Paul, der Breaking Bad Star und Mary Elizabeth Winstead, der Männertraum schlechthin. Eigentlich keine schlechte Kombi, oder? Natürlich, doch leider werden sie hier vollkommen verbraten. Regisseur James Ponsoldt hat hier versucht ein eher seltenes Drama (bzw. Tragikomödie) über ein alkoholkrankes Pärchen zu inszenieren. Da ist schonmal der erste Fehler: Die humoristischen Züge sind kaum erkennbar und wenn sie es sind, absolut nicht passend. Hätte man sich hier einfach darauf konzentriert die Personen schön zu beleuchten, was wirklich nur rudimentär passiert ist, wäre ein eindringliches Drama herausgekommen. So ist zum Ende hin leider nur ein Filmchen entstanden, das man ruhigen Gewissens abnicken und vergessen kann. Doch eines muss man dem Film lassen: Alkohol wird hier in ein authentisches Licht gerückt, für den Schulunterricht also sogar ein passender Film. 

4.0/10

Lincoln (OT: Lincoln)
(2012) / IN; US / Laufzeit: ca. 152 Minuten / FSK: 12 / Drama
Abraham Lincolns letzte Tage als Präsident und sein Versuch die Sklaverei abzuschaffen von Steven Spielberg höchstpersönlich also. Ich gehe jetzt mal ganz objektiv ran und sage: Meisterwerk! Wirklich, was hier für ein episches Drama auf die Beine gestellt wurde, stellt so einiges in den Schatten. Spielberg geht inszenatorisch einfach haarklein ins Detail und lässt wirklich kaum etwas aus, er nimmt sich die nötige Zeit und gestaltet alles genau so, wie es sein sollte. Dazu natürlich: Daniel Day-Lewis, Gott des Schauspiels. Eine wirklich atemberaubende Leistung von ihm, Oscars en masse für ihn bitte. Doch rein subjektiv gesehen, und so sieht man es eben auch, ist "Lincoln" sterbenslangweilig und viel zu langsam. Die Dialoge waren meistens sicherlich mit unglaublichen Informationen gefüllt, doch wurden sie auch mit so einer Ruhe erzählt, dass einem schonmal die Augen zufallen können. Man muss also wirklich Lust auf so ein Mammutwerk von Geschichtsverfilmung und dessen Langsamkeit haben, sonst geht das schnell in die Hose.

"Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst."
- Abraham Lincoln

5.0/10


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