Samstag, 5. Januar 2013

"The Dark Knight Rises" - Every Legend ends

(2012) / US; GB / ca. 164 Minuten / FSK: 12 / Genre: Action, Thriller, Krimi

Die Legende endet. Und sie endet langsam. Sehr langsam. Knappe 3 Stunden nämlich. Es gibt Filme die 3 Stunden im Fluge vergehen lassen, "Der Herr der Ringe" zählt sicherlich dazu, doch "The Dark Knight Rises" kann mit dieser Eigenschaft nicht prahlen. Es dümpelt vor sich hin, zwar nicht auf ätzend-langweilige Art, doch auf eine leicht einschläfernde. Für wahre Fans muss das eine Enttäuschung höchsten Grades sein. Für mich jedoch reicht es immer noch für einen netten Filmabend. Wenn dieser mit "The Dark Knight" auch sicherlich um einiges erfüllter wäre.

"When Gotham is Ashes, you have my Permission to Die"

Es gibt ziemlich vieles, dass man als schwach bezeichnen könnte. Vor allem an den Erwartungen (die doch wohl jeder hatte, der sich diesen Film anschauen wollte) gemessen. Doch in erster Linie möchte ich die Punkte nennen, die mir hier sogar noch Freude bereitet hatten. Ich nehme da mal Bane (Tom Hardy) und Blake (Joseph Gordon-Levitt). Sicher, beinahe der gesamte Cast blieb wie der Film hinter den Erwartungen, und auch diese zwei Herrschaften könnte man, wenn man keine überschwänglichen Sympathien für sie besitzt, zu der Sorte "Da ist man aber besseres von euch gewohnt" zählen. Bane an sich ist aber einfach ziemlich interessant, und nein, ich habe keine Ahnung wie die Vorlage aus dem Comic genutzt wurde und ja, das Genuschle (in Englisch und Deutsch, hab's ausprobiert) ist furchtbar. Dennoch 'ne coole Sau. Blake war zwar Charaktertechnisch gesehen eine oberflächliche Nuss, aber das störte mich kaum. War eben Levitt, und der hat noch das Beste aus seiner Rolle geholt.

Ich springe ansonsten aber mit auf den Zug und sage: Das war nichts, Nolan. Ich mag den Herren eigentlich, vor allem wegen seinen 'speziellen' Inszenierungskünsten (ja, ich mag den Großteil seiner Filmographie, ja, auch "Inception"), doch hier wurde das so unglaublich dröge inszeniert, das man wirklich fit sein muss, um nicht einzuschlafen. Schaut man sich den Trailer an, gibt es doch einige Highlights, nicht?  So empfand ich z.B. die Football-Szene als extrem stark. Dann der Film, er läuft und er läuft, und dann singt da ein Knirps die Nationalhymne in Gotham's Footballstadium und man weiss, dass es gleich los geht. Dann: Puff, Szene zu Ende. "Joar, doch ganz nett". GENAU dieser Gedanke kam mir bei jeder dieser Szenen, bei jeder Szene die man davor, nämlich im Trailer, als wirklich stark eingestuft hatte.

"You are as precious to me as you were to your own mother and father. I swore to them that i would protect you and i haven't."

Doch grade die Szenen, mit denen man nicht gerechnet hatte, rührten einen dann. So kamen bei mir zum Ende hin wohl die ersten Emotionen überhaupt auf. Wisst ihr welchen Moment ich meine? Alfred (Michael Caine) hatte etwas damit zu tun. Und da möchte ich mal anmerken, dass er sowieso einer der wahren Helden dieses Films ist. Kaum Screentime und doch so viel Einfluss. Jedenfalls hatte er den auf mich, und ja, er hatte mich gebannt. Als vielleicht einziger so wirklich. Was gibt es aber sonst zu sagen? Eigentlich braucht man dafür nicht viele Worte (wie ich sie mal wieder trotzdem verwendet habe), denn im Fokus betrachtet ist "The Dark Knight Rises" nicht mehr als ein Schatten seiner selbst. Genauso wie Christian Bale als Batman. Ahh, ist das vielleicht die Referenz, welche diesen Film doch zu einem Meisterwerk macht?

5.0/10




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