Sonntag, 12. August 2012

Sherlock Holmes und James Bond sind die Tribute von Panem



Sherlock Holmes 2: A Game of Shadows (2011)
(Genre: Action, Krimi, Komödie / FSK: 12 / Laufzeit: 128 Minuten / Land: US)
Da mir der Vorgänger sehr gefallen hat, war ich in Hinsicht auf den 2ten Teil nicht sehr skeptisch. Ich meine, man muss ja nur das gut funktionierende Prinzip übernehmen um den gleichen Effekt zu erzielen. Oder? Naja, das Unterbewusstsein erwartet wohl doch eine Steigerung, etwas neues. Das kriegt man hier aber nicht. Es wird einem lediglich das geboten, was man bereits kennt: Nette Slow-Motions, übertrieben und dadurch schick dargestellte Gedankenzüge des Sherlock und nett anzusehende Action. Am besten kombiniert man das aber natürlich. Achja, die kleinen Streitereien zwischen Downey Jr. und Law sind amüsant wie eh und je. Da stellt sich natürlich die Frage, was ich denn nun an dem Film nicht so mag. Es ist für mich klar der "Krimi" dahinter. Denn der versteckt sich wirklich gut. All dieser Schnick-Schnack, all dieses Technikgedöns überdeckt das, was am kleinsten wirkt, was irgendwie verkümmert aussieht: Der Krimi. Man klaut Holmes das, was ihn so besonders macht, seine einzigartigen Fähigkeiten. Mir ist bewusst das er hier ebenfalls wie ein Gott kombinieren kann, doch wirkte das einfach nur lächerlich überzogen, da hat die BBC Serie einfach ein viel besseres Händchen für. Als 'Bonus' hilft die lange Laufzeit nicht wirklich weiter, sie lässt das ganze noch viel mehr verwelkt aussehen.
Wertung: 4/10


James Bond 007 - Ein Quantum Trost (2008)
(Genre: Action, Thriller / FSK: 12 / Laufzeit: 106 Minuten / Land: GB, US)
Ich als jemand, der Bond wirklich kaum etwas abgewinnen kann, hatte natürlich die besten Herausforderungen für einen der vielen Bond-Streifen. Ich weiss selber nicht genau warum ich diesen Edelagenten kaum abkann, vielleicht ist es vor allem Pierce Brosnans ekelhaft schmalzige Art gewesen. Jedenfalls habe ich mich nie wirklich an die Reihe rangewagt bzw. nie Lust dazu entwickelt und deswegen eine langanhaltende Antipathie in mir getragen. Aber dieser Bond ist anders. Dieser Bond ist Daniel Craig. Ein Mann der wirklich ein Mann ist, der wirklich einen guten Agenten darstellen kann. "Casino Royale" mochte ich deswegen schon, die Art die er als 007 versprüht ist Testosteron pur. Vor allem ist Craig keiner dieser Bonds, der immer lächeln muss um eben Bond zu sein, er ist dreckig, er ist rücksichtslos und doch irgendwie ein Held. Deswegen sollte man die Filme noch einen Ticken besser auf ihn zuschneiden, mir sind "Ein Quantum Trost" (und auch "Casino Royale") noch zu sehr auf Glanz getrimmt gewesen, es muss abstoßend wirken. Doch was man auf jeden Fall beibehalten darf, ist die Action. Denn da macht man einfach alles richtig. Man hält sich zwar nie wirklich an die Gesetze der Realität, doch dafür, oder genau deswegen, macht es so viel Spaß. PS: Tolles Bond-Girl
Wertung: 6/10


Die Tribute von Panem - The Hunger Games (2012)
(Genre: Sci-Fi, Action, Fantasy / FSK: 12 / Laufzeit: 142 Minuten / Land: US)
Ich muss ehrlich sagen das mich dieser Film überrascht hat. Lange habe ich mich gesträubt bzw. den Film einfach ausgeblendet und ignoriert, doch schlussendlich kam das Interesse. Denn um ehrlich zu sein, die Story klingt recht nett beschrieben. Der Grund, warum ich den Film ausgelassen habe, war aber ebenfalls der Story gewidmet. Die ganze Geschichte ist eine perfekte Steilvorlage für Kitsch und Klischees, und das in Form eines Blockbusters habe ich schon zu oft gesehen. Gleich vorweg: Meine Befürchtungen kamen in dem Film vor - jedoch in einer geringeren Dosis als gedacht. Man konnte die Bestseller-Romane ehrlich gesagt auch nicht ohne Klischees verfilmen, darauf waren die Bücher eben einfach ausgelegt und es wäre von den Produzenten dumm und unlogisch wenn sie da etwas geändert hätten. Auf jeden Fall empfand ich den Film nach den ersten 30 Minuten sehr sympathisch, vornedran Jennifer Lawrence wirkte, obwohl sie wie 'ne 16-Jährige aussieht, immer netter und wie eine perfekte 'Heldin'. Die eigentlichen "Hungerspiele" empfand ich jedoch als zu lustlos inszeniert, da hätte man mal Eier zeigen, auf FSK 16 hochschrauben und etwas deftiges, actionreiches, abliefern müssen. Da gefielen mir die Vorbereitungen auf die Spiele deutlich besser, vor allem Woody Harrelson als Mentor der Tribute des 12. Districts wusste zu gefallen und dem Film seinen kleinen Stempel aufzudrücken. Wie gesagt hing der Film im Mittelteil leider etwas durch, das Ende kommt aus diesem kleinen Tief nicht mehr ganz heraus und bietet damit keinen atemberaubenden Abschluss. Ich bin jedoch gespannt wie die folgenden Teile aussehen werden, ich hoffe man wird wie bei "Harry Potter" etwas düsterer, etwas erwachsener.
Wertung: 6/10




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