Samstag, 21. Juli 2012

Knastroboter prügeln sich im All zu Tode.

Transformers: The Dark of the Moon (2011)
(Genre: Action, Sci-Fi / FSK: 12 / Laufzeit: ca. 155 Minuten / Land: US)
Man muss es zugeben: Die Optik hat schon was. Man könnte von Effekthescherei sprechen, doch finde ich das alles ziemlich passend und auch recht beeindruckend. In Kombination mit den Explosionen zeigt Michael Bay sich da wirklich von der besten Seite. Apropos Explosionen und Actionen, bis in die Richtung mal wirklich was in die Pötte kommt, dauerts wirklich gewaltig lang. Du fragst mich was der Film in den knappen 2 1/2 Stunden sonst so liefert? Viel Dünnpfiff. Das einbeziehen der Mondlandung klingt zwar ganz gut, entwickelt sich aber zum absoluten Kopfschüttler. Mehr Story konnte man sich dann übrigens auch nicht leisten, die meiste Zeit sieht man dann Miss Rosie Huntington in engen und körperbetonten Klamotten. Kein Mann der hetero ist sagt zu hübschen Frauen in Filmen nein, doch war das mit der Zeit wirklich heftig was Michael Bay wohl sagen wollte: "Hier haste ein Victoria Secret Model, finde den Film toll!". Ich bin wirklich kein Transformers-Fan, doch habe ich mir den 3ten Teil im Endeffekt schlimmer vorgestellt. Zwar wird einem knappe 150 Minuten Storydurchfall geliefert, doch kriegt man zum Ende hin nochmal nett anzusehende Action und sogar kleine Witze über den ganzen Film verteilt. 
Wertung: 4/10 


Lockout (2012)
(Genre: Sci-Fi, Action / FSK: 16 / Laufzeit: ca. 99 Minuten / Land: US)
"Lockout" ist ein gewaltiger Arschtritt in die ganzen Möchtegernactioner die heutzutage produziert werden, man lässt vor allem Guy Pearce als Badass die ein oder andere Selbstironiepille schlucken. Das sympathische an diesem leicht verdaulichem Actionkracher ist die Haltung der Macher. Hier will niemandem etwas bewiesen werden, man will nicht höher, schneller und besser fliegen, man wollte nur etwas ins Kino bringen das an die guten alten Jahre erinnert. An die Jahre, in denen Actionfilme noch das gewisse etwas hatten. Ich will damit nicht sagen das "Lockout" auf einer Stufe mit z.B. "Rambo" steht, doch genau an solche Filme wird erinnert und das allein ist schon lobenswert. Guy Pearce ist außerdem die perfekte Besetzung hierfür, mit Sprüchen der Marke "Du blutest" -"Ich habe keine Zeit zum Bluten!" wird noch ein Stückchen mehr Nostalgie und Freude ausgelöst. Natürlich ist das im Endeffekt hochgradig dämlich weil man auf dem C-Movie-Level herumspringt, doch muss es nicht immer höchste Qualität sein die einen gut unterhalten kann. 
Wertung: 6/10 

  
Die Jugger - Kampf der Besten (1989)
(Genre: Action, Sci- Fi, Sport / FSK: 18 / Laufzeit: ca. 104 Minuten / Land: AU, US)
Darf ich präsentieren: Einer DER Endzeitstreifen überhaupt! Rutger Hauer ist mit seiner Bande unterwegs und verteilt Knochenbrüche und unzählige Narben. Sie sind die Jugger, die die den wohl beliebtesten Sport im 23 Jahrhundert bestreiten. Für die Sieger eines Matches gibt es Ruhm, Ehre und Frauen. Regisseur David Webb Peoples, der mit "Die Jugger" übrigens seinen einzigen Film gedreht hat, hat einen unglaublich atmosphärischen Film geschaffen. Das Feeling des apokalyptischen Endzeitszenarios ist einfach perfekt gelungen. David Webb hat aber trotzdem mehr geleistet, so war er Autor für "Blade Runner", "Twelve Monkeys", "Erbarmungslos" u.v.m. Man sieht also das der Kerl Ahnung von dem hat was er da tut. Rutger Hauer hat bestimmt viel Mist gedreht, doch dieser Teil seiner Filmografie gehört auf jeden Fall nicht dazu. Seine Performance des abgehalfterten Anführers ist unglaublich eindringlich und zum Teil sogar recht philosophisch. Aber man sollte das alles nicht zu tiefgründig sehen, im Groben bietet der Film nämlich hervorragende Unterhaltung der etwas anderen Art.
Wertung: 7.5/10


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