Mittwoch, 11. Juli 2012

Fanatische Christen ballern wild um sich herum und versuchen Babys zu retten.

Red State (2011)
(Genre: Satire, Action, Thriller / FSK: 18 / Laufzeit: ca. 90 Minuten / Land: US)
Aiaiai, der Kevin Smith. Schwer gewöhnungsbedürftig der Mann, seine Art Filme zu machen ist einzigartig. Ob das gut oder schlecht ist, darf jeder für sich selbst entscheiden, ich persönlich bin zwiegespalten. Seine Darstellung religiöser Fanatiker ist auf der einen Seite eine herrliche Satire die jede Sekunde ins Schwarze trifft, doch irgendwie wirkt das alles viel zu gewollt, viel zu plump gemacht, viel zu schlecht. Und das obwohl man einen wirklich netten Erzählstil an den Tag legt, der Zuschauer wird schön an der Nase hin- und hergezogen, man kann sich nie sicher sein was denn nun als nächstes passiert. "Red State" ist wenn man so will superscheiße, eine Mischung aus absolut toll und total beschissen. Ein Kevin Smith-Film halt, da hat man sowas zu erwarten.
Wertung: 5/10 


Children of Men (2006)
(Genre: Sci-Fi, Endzeit / FSK: 16 / Laufzeit: ca. 110 Minuten / Land: GB, US)
Clive Owen ist für mich so langsam ein Garant für einen unterhaltsamen Filmabend. Ich habe wohl noch nichts enttäuschendes mit ihm gesehen, für mich ist er ein rundum perfekter Schauspieler. Das liegt wohl vor allem an seiner Art, er wirkt immer etwas geheimnisvoll, das was eine Person noch interessanter und aufregender macht. Talent hat er sowieso übermäßig. Das zeigt er auch hier. Erwähnenswert ist auch Michael Caine's Nebenrolle die einfach Spaß macht. Der eigentliche Filme ist mir da schon eher ein Dorn im Auge, zwar liebe ich Endzeitthriller, vor allem düstere, doch fehlt hier ein Quäntchen Intensität, mir war das alles etwas zu lasch, zu emotionslos, man baut nämlich zu keinem der Charaktere wirklich eine Bindung auf. "Children of Men" hat aber auf jeden Fall Höhepunkte. Sogar mehrere. So wirkt das Setting einfach wundervoll und vor allem das Finale wird zu einem kleinen Erlebnis.
Wertung: 6/10 


Shoot 'Em Up (2007)
(Genre: Action / FSK: 18 / Laufzeit: ca. 86 Minuten / Land: US)
Na das nenne ich einen Actionfilm! "Shoot 'Em Up" ist wohl die perfekte Lösung für einen testosterongeladenen DVD-Abend. Die knapp 86 Minuten (in ca. 80 Minuten ballert Clive Owen um sich) werden eigentlich nie langweilig und sorgen für realitätsferne und dennoch (oder grade deswegen) spaßige Actionunterhaltung. Ich war sogar verblüfft wie man bei einem solchen Film, bei dem eine so heftige Schießereiendichte herrscht, eine so nette Story einbauen konnte. Ja klar, die Geschichte ist nichts besonderes, doch wie sie hier eingefügt wurde ist auf jeden Fall sehenswert. Der Film hat auch seine kleinen Trashmomente, wie z.B. der Sprung aus dem Flugzeug (C-Movie Qualität). Doch das stört nur absolut bedingt, man achtet sowieso eher auf Paul Giamatti und Owen. 
Wertung: 7/10


Kommentare:

  1. Was? Der nur nette Actioner "Shoot'Em'Up" besser als der grandiose "Children of Men"? Da muss ich aber Einspruch einlegen!

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    1. Einspruch abgelehnt! :D
      "Children of Men" ist subjektiv und objektiv gesehen besser gemacht als "Shoot 'Em up", doch ist der Unterhaltungswert viel höher beim zweitgenannten. "Children of Men" hat für mich einen Schwachpunkt, und das ist die fehlende emotionale Bindung.

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  2. Die Plansequenzen in CHILDREN OF MEN waren die Höhepunkte. Intensiv war der Film, als er einige Protagonisten ohne Ankündigung sterben ließ - so wie im Krieg eben. Von den Figuren und dem arg dünnen Drehbuch her kam's dagegen mir vor, als hätte ich das irgendwo schon mal gesehen. Zustimmung zu beiden Owen-Filmen. :)

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  3. Highlights waren für mich wohl die Flucht mit dem Wagen, und die deinerseits genannten Tode. Das wars dann aber auch schon soweit, vor allem Claire-Hope Ashitey als Kee hat mich eher genervt als fasziniert. Und ist richtig, die Story ist wirklich nichts besonderes, das hat mir den Film auch nicht unbedingt interessanter gemacht.

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