Sonntag, 20. Mai 2012

Ich gehe auf eine einsame Insel und nehme mit......"Lost Season 1"!


"Ich gehe auf eine einsame Insel und nehme mit...". Wie oft haben wir dieses Spiel blos gespielt. Vor allem als Kinder zum Zeitvertreib, oder wenn man in der Schule gesessen hat und einfach eine Ablenkung gebraucht hat. 

Der Gedanke, wie es denn wäre auf einer einsamen Insel zu stranden, kam dem ein oder anderem bestimmt auch schon. Während dieses Spiels, oder einfach mal so. Jeder denkt darüber mal nach. Im Endeffekt passiert es niemandem von uns, aber es ist eine Sache die, jedenfalls mich, ein Stück weit beschäftigt. Es ist doch eigentlich durch und durch faszinierend, man ist von der normalen menschlichen Gesellschaft abgeschottet und kann etwas neues beginnen. Das denken sich jedoch die wenigsten der 48 Überlebenden des Absturzes vom Flug 815. Viele wollen einfach nur zurück, was natürlich im ersten Moment das nachvollziehbarste ist. Aber warum wollen sie das? In Staffel 1 wird jede Folge von Rückblenden begleitet, Rückblenden die jede Persönlichkeit an ihrer verletzbarsten Stelle trifft und dem Zuschauer zeigt, das diese Leute auf der Insel eigentlich viel besser aufgehoben sind. Doch der Mensch kommt mit neuen, unbekannten Sachen schwer klar. Vor allem nachdem diese Menschen bemerken, dass diese Insel nicht so normal wie eine andere Insel ist. Das was "Lost" so besonders macht sind die schon erwähnten Rückblenden. Sie tragen eigene Handlungsstränge die genauso interessant wie die Story auf der Insel sind. Das liegt vor allem daran das jede einzelne Person einen Film mit ihrer Geschichte hätten füllen können, stillistisch gesehen ist das ganz hohes Niveau. Vor allem werden diese Stränge sehr schön mit den momentanen Lagen auf der Insel verbunden, es passt jederzeit perfekt, man erfährt über die bestimmten Personen genau in den richtigen Momenten etwas. Zur Unterstützung einer solch grandiosen Idee, fehlt natürlich nur noch ein gutes Team dass das auch umgesetzt kriegt. Auch da kann man das Häckchen bei "wurde geschafft" setzen.  Der Cast schafft es die Situation auf eine beängstigende Weise verständlich zu machen, so als ob sie während des Drehs wirklich nur auf einer Insel gelebt hätten.


Und als ob das nicht genug Lob wäre, liefert "Lost" auch  noch Cleverness die den Zuschauer auf Trap hält, Rätsel der Inselbewohner werden zu deinen, die Erkundungsgänge durch die Insel lassen dir den Atem stocken. So fragt man sich was die Zahlenreihenfolge "4 8 15 16 23 42" bedeutet, was eine Luke im Dschungel zu suchen hat, was dort für ein Monster sein Unwesen treibt...und vor allem, wer "Die Anderen" sind. Jedes dieser Themen wird angeschnitten, soweit angeschnitten das der Zuschauer es vor Spannung kaum aushalten kann - und doch passiert nichts. Noch nicht. Man hat alles so schön für die 2te Staffel zurechtgelegt, so das es gleich mit Volldampf weiter gehen kann. So wie es schon in der 1ten Staffel war, wie in jeder Folge.


Genauso wird nie wirklich geklärt was für Personen man da so sieht. Natürlich, man hat wie in jeder Serie seine Helden, Antihelden, Nebencharaktere, die Ladys die hübsch aussehen, und sie wurden ja auch reichlich in den Rückblenden erklärt, doch bleibt das Gefühl nicht weg, dass jeder dieser Leute etwas verschweigt, dass ihr Profil, das bereits vor dem Einschlag auf der Insel da war, noch nicht vollkommen beleuchtet wurde. Das sie sich im Laufe der Zeit auf der Insel verändern, ist eine andere Sache.



Spoiler: 
Theorien werden meinerseits ab Staffel 2 aufgestellt, die Zahlen zum Beispiel bleiben mir bislang noch ein Rätsel, sie bringen Unglück, sie sind der Grund warum die Passagiere auf der Insel gelandet sind, doch woher sie stammen bleibt mir noch unklar. Die Zahlen könnten natürlich auch die Position der Insel darstellen, aber wer weiss das schon. Genauso kann ich noch nicht sagen was die Insel genau von den Leuten möchte, was sie erreichen will, doch was ich euch sagen kann, 
ist die derzeitige Top 5 meiner Lieblingscharaktere:



Platz 5: Boone Carlyle( Ian Somerhalder)
Sein Einstieg ist schwer und man kann ihn schnell missverstehn, doch nach ein paar Folgen merkt man das er eine Bereicherung für Staffel 1 ist, das sieht man vor allem an seiner interessanten Persönlichkeit.


Platz 4: Sayid Jarrah(Naveen Andrews)
Das gleiche was ich zu Boone gesagt habe, könnte man auch zu ihm sagen. Jedoch wächst er schneller zu einem Sympath heran, und für Folge zu Folge muss man immer mehr feststellen, dass das ein klasse Kerl ist der weiss was er tut.


Platz 3: James „Sawyer“ Ford(Josh Holloway)
Der Badass der eigentlich gar nicht so Bad ist. Klasse Typ der sein Pulver in Staffel 1 jedoch noch kaum verschossen hat, von ihm wird noch viel gutes kommen.



Platz 2: Dr. Jack Shephard(Matthew Fox)
Das der gewollte Held in der Top 5 ist, müsste eigentlich vielen klar gewesen sein. Er ist eben ein sehr ausgewogener Typ dem man seine (aufgezwungene) Anführerrolle gerne abkauft. Sympathisch ist der Matthew sowieso.



Platz 1: Johnathan „John“ Locke(Terry O’Quinn)
Wenn ich über eine Person mehr wissen möchte, dann über ihn. Es wird durch seine Rückblenden eigentlich sehr viel gezeigt, doch ist es irgendwie nicht annähernd so viel, wie man von ihm sehen möchte. Der gar nicht so heimliche Held der Serie. Jetzt schon.


Trailer:

Kommentare:

  1. Gefällt mir sehr, dass Du uns nun mit 'Rückblenden' zu 'Lost' weitere lesenswerte Texte lieferst. Momentan verfolge ich ebenfalls diese Serie und begebe mich gerade langsam zum Endspurt der dritten Staffel. Deine Ansichten gefallen mir ebenso wie Deine Top 5, auch wenn ich bei letzterem einen bestimmten Charakter vermisse. Vermutlich blüht dieser aber erst in Staffel zwei vollkommen auf. Ich werde aufjedenfall Deine Kommentare zu 'Lost' aufmerksam, weiter verfolgen.

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    1. Ich würde drauf tippen das du Charly meinst. Mag ihn auch, wäre gleich hinter Boone gekommen. Aber du weisst bestimmt warum ich hier lieber Boone den Vortritt gebe :) Die Idee mit einem Lost ReRun hatte ich schon länder, fands dann auch ziemlich toll zu sehen das du die Serie nun auch schaust. Und das sie dir genauso gefällt. Den letzten Satz copy&paste ich mal so :)

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    2. Ich finde ihn absolut großartig, als Darsteller in Lost und auch in weiteren Filmen und Rollen. Auch wenn ich bisher sehr wenige Filme mit ihm gesehen habe, mit dieser Vermutung liegst Du absolut richtig. Habe gerade eben Season drei beendet. Die letzten Episoden waren einige der besten die ich bisher sehen durfte. Und natürlich bin ich enorm auf die vierte Staffel gespannt. Da Du die Serie bereits zum zweiten Mal schaust: Hast Du sie beim ersten mal komplett gesehen?

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    3. Ist auch ein klasse Kerl. Hatte zwar noch etwas wenig Screentime in Season 1, und hat mich sogar ab und zu genervt(wenn er Hurley mal dumm angemacht hat, aber die werden ja auch noch gut Freunde). Ich habe die 6te Staffel mie gesehen, das war wohl der größte Anstoß für einen Rerun. Und auch so, ich merke wie viele Kleinigkeiten ich vergessen habe, die Serie macht immer noch so viel Spaß. Die 4te und 5te Staffel sind meine Lieblinge gewesen, vor allem die Spannung in der 5ten war zum niederknien. Oh sehr schön, von der 3ten hab ich aber leider ebenfalls nur noch wenige Erinnerungen. Hab grade mit der 2ten angefangen.

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