Donnerstag, 12. April 2012

Surreale Ballerinas metzeln sich durch "Livid"


von Alexandre Bustillo und Julien Maury mit Béatrice Dalle, Jérémy Kapone

Worum gehts?
Lucy will häusliche Krankenpflegerin werden, sie begleitet ihre Chefin auf einer Tour zu verschiedenen, alten und pflegebedürftigen Leuten. Zu denen darf sich auch Mrs. Jessel zählen, sie liegt in ihrer alten Villa im Koma. Als Lucy erfährt das dort ein Schatz versteckt sein soll, beschließt sie, ihn mit ihren Freunden ausfindig zu machen.

 
Livid, auf gut deutsch "wütend". Aber wer ist denn hier schon wieder böse? Eigentlich leicht zu beantworten, eine alte Dame die im Koma liegt, und ihr Haus, oder besser gesagt was noch so im Haus lebt. Aber wenn man wirklich hinterfragen will, WER die Frau denn ist, und was es mit der Sache auf sich hat, dann wird es schon schwieriger zu 
antworten. Und das obwohl es recht gut gemachte Rückblicke gibt, die zwar zurückschauen, aber nicht einblicken lassen. Wenn man den Titel noch weiter interpretiert(oder einfach nur findet das es sich gleich anhört), könnte man auf "live it" kommen, und wenn man so will "leben" die Franzosen ihre (Horror)Filme ja, na gut, diesesmal distanziert man sich zwar von dem Torture-Porn, und doch erzeugen sie wieder mal eine Atmosphäre die unausstehlich ist, und vollkommenes Unbehagen hervorruft. Perfekt für einen Horrorfilm. Aber was so gar nicht perfekt für einen Horrorfilm ist, sind ausgelutschte und ausgespuckte Klischee's die man schon viel zu oft vergewaltigt hat. Hier gibt es das Mutterklischee überhaupt(die dümmste Teenagergruppe die ich seit langem gesehen habe) und kleine Klischees im altbekannten Stil(man kann sich schon am Anfang denken das die Gruppe(insgesamt 3 Leute) nicht alle überleben werden, alleine die Aufsplitterung des Trupps ist so nervig und regt zum augenrollen an). Es ist sehr schade da "Livid" eine recht interessante Grundstory vermuten lässt, wenigstens Storytechnisch hätte man wirklich in die vollen gehen können, man beschränkt sich aber leider auf leicht verdauliche Schocker, und nette, aber unangebrachte Splatterszenen. Die Franzosen können was, das haben sie oft genug bewiesen, doch sie hätten sich nicht zu sehr auf den Mainstream konzentrieren, und mal etwas vollkommen neues, und erschauderndes praktizieren sollen, denn so eine tolle Kulisse/Grundidee darf man einfach nicht verbraten.
Randnotiz: Witzig, oder eher traurig, ist ja, das bereits ein amerikanisches Remake in Mache ist. 

 3/10



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