Montag, 9. April 2012

Liam Neeson packt dich und zieht dich in das Survival-Abenteuer "The Grey"



Worum gehts?
Ein Flugzeug, das auf den Weg zu einer Ölbohrstation ist, stürzt über Alaska ab. Es überleben nur 8, darunter Ottway(Liam Neeson). Der Kampf gegen Hunger, Kälte, und die Wölfe beginnt. 

 
Es reicht ja nicht das man das Unglück hat mit dem Flugzeug abzustürzen, nein, man muss natürlich mitten in Alaska abstürzen. Damit sinken die Überlebenschancen natürlich beträchtlich. Die bitterkalte Luft, mit den bitterbösen Wölfen, die nur darauf warten einen nach den anderen zu töten, gepaart mit gottverdammten Hunger, ja das ist wahrlich guter Stoff für einen Survival-Film. Die Idee mit den Wölfen ist sogar ziemlich gut, Piranhas, Schlangen und co. haben schon lang genug gemordet, vor allem wurde das hier schön realistisch nachgestellt, denn wer mir sagen will das die Wölfe hier total unrealistisch gehandelt haben, hat den Film nicht wirklich aufmerksam verfolgt, sie ziehen sich immer einen aus der 8-Mann starken Gruppe raus, und das tun sie auch nur weil sie sich bedroht fühlen. Also nichts da mit "die stellen die Wölfe ja voll böse dar". Die Charakterisierung der Menschen bleibt ziemlich oberflächlich, bis auf die Tatsache das man versuchte auf  eine tiefere Gefühlsebene hinab zu steigen, wollte ich ihnen nicht all zu viel Interesse schenken. Nein, warte, das war doch Altmeister Liam Neeson, ohne ihn hätte dem Film ein ganzes Stückchen Talent gefehlt, er setzt sich, wie man sich schon denken konnte, deutlich von dem restlichen Cast ab. Ergänzend mit der wirklich umwerfenden Inszenierung  von Joe Carnahan ist das ein Augenschmaus, so einen tollen Bilderrythmus habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Der Film ist aber nicht nur auf Action, oder einen Thrill ausgelegt, es wurde auch viel Drama mit reingepackt, ich für meinen Teil fande das sehr passend, denn der Hintergrund von Ottway(Liam Neeson) wurde so schön vorsichtig und doch klar verständlich behandelt, es wurde nicht viel über den Charakter erzählt, und doch versteht man ihn vollkommen. Als Survival-Film trägt natürlich auch "The Grey" einige Klischees in sich, ist kaum vermeidbar, aber dennoch wurde ich immer wieder mit neuen Sachen überrascht die erfrischend wirkten. Ein Hauch von Melancholie verfeinert das alles, macht es noch ergreifender, schnürt den Hals noch mehr zu. Das Ende möchte ich natürlich nicht spoilern, aber ich rate euch nicht gleich zu gehn wenn der Abspann läuft, da kommt noch eine 'nette' Szene zum Abschluss. Und sowieso finde ich das Ende absolut passend, dort wird nochmal die ganze Stimmung die man im Film gesammelt hat entladen, der Zuschauer wird leicht bedröppelt entlassen. 
 7.5/10
 "Einmal noch in die Schlacht, 
ein letztes gutes Gefecht, 
lebe und stirb heute nacht,
 lebe und stirb heute nacht."


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