Donnerstag, 16. Februar 2012

In eigener Sache:


Zuerst veröffentlicht auf: Moviepielot

Es haben viele Kevins in meine „Jap-die-habens-drauf“-Liste geschafft. Das bestimmt nicht nur wegen ihres Vornamens (ich hoffe doch, dass mein Unterbewusstsein das genauso sieht), sie haben es wegen anderer Qualitäten geschafft, sich einen Platz in meinem Herzen zu reservieren. Deswegen möchte ich sie hier in nicht bierernst gemeinter Weise etwas würdigen und mich imaginär vor ihnen verneigen. 

Bevor ich bemerkt habe, wie viele Kevins ihr Unwesen in der Filmlandschaft treiben, bin ich auf einen der wohl bedeutendsten Kinderfilme überhaupt gestoßen. Er hat mich früh geprägt, da steh’ ich bestimmt nicht alleine da, ihr könnt schon ahnen, wovon ich rede: Genau, Kevin – Allein zu Haus. Der kleine Junge, zu der Zeit ungefähr im selben Alter, der es mit Joe Pesci und Daniel Stern aufgenommen hat, der vor nichts zurückgeschreckt hat, um sein trautes Heim zu verteidigen.
Jap. Da war man als kleiner Hosenscheißer schwer beeindruckt und hat sich in der Fantasie selber ausgemalt wie es wäre, wenn Einbrecher das eigene Haus belagern.
Irgendwann war es aber nicht mehr der kleine Kevin, den ich bewunderte, jedenfalls nicht als einzigen, Hercules trat in mein Leben, jeden Sonntag flimmerte die (Trash)Serie vor sich hin – und ich war dabei. Es war ein Ritual, das ich heute noch ab und zu misse. Das liegt vor allem daran, dass ich Hercules, und damit meine ich die Person die ihn verkörpert, so was von sympathisch und einzigartig im Erscheinungsbild finde. Einige können es sich schon denken, ich meine Kevin Sorbo. Der große starke Held der alles schafft, der es mit jeder Kreatur aufnehmen kann. So sah für mich damals ein Actioner aus, und auch wenn er fast nur in B-Movies mitwirkte (das B könnte man auch gerne durch ein D ersetzen), ich kann mir einfach kein schlechtes Bild von ihm machen, ich meine… es ist Kevin Sorbo!
Kommen wir mal zu Leuten, die die meisten von euch besser kennen müssten: Kevin Spacey, Kevin Bacon und Kevin Costner. Der übliche Verdächtige, der widerliche Bösewicht und Der mit dem Wolf tanzt. Jeder hat seinen Platz in meinem Herzen, das liegt vor allem daran, dass sie für mich allesamt im Schauspielolymp wohnen sollten. Intensiv, packend, überwältigend, Adjektiv, Adjektiv, Adjektiv, egal welche Rolle sie übernehmen, ich habe noch nie eine schlechte Leistung gesehen. Ich würde jetzt auch zu gerne meine Lieblingsrollen von den Dreien nennen – aber es geht nicht. Allesamt haben eine überwältigende Filmografie, in denen (in meinen Augen) nur wenige Blindgänger dabei sind. Kevin Spacey erstaunt mich auch mit seinen Parodien (u.a. von Clint Eastwood, Marlon Brando) und seiner Musik, genauso wie Kevin Bacon (mit seinem Bruder Michael spielt er in der Band „The Bacon Brother“), und Kevin Costner ist engagierter Umweltschützer.

Ebenfalls eine gewaltige Persönlichkeit und die Sympathie in menschlicher Form: Kevin Kline. Der Mann, der anfangs nur im Theater unterwegs war und zum Glück dann auch den Weg auf die Leinwand gefunden hat. Jedes Mal blitzt ein Lächeln auf meinem Gesicht auf, wenn ich ihn in einem Film entdecke, wenn er der Hauptdarsteller ist, ist der Film sowieso sehenswert. Selbst die Goldene Himbeere, die er bekommen hat, lässt die Genialität, die er ausstrahlt, nicht schwächer leuchten.
Von diesen ganzen Giganten möchte ich aber auch mal auf den King of Queens rüberschielen. Ich liebe ihn. Der Humor ist wirklich große Geschmackssache, doch wenn man ihn und seinen Humor mag, kommt man aus dem Lachen nicht mehr raus. Kevin James (oder auch Kevin George Knipfing). Ja, King of Queens läuft seit Ewigkeiten auf Kabel 1 bzw. RTL II in Dauerschleife, doch mir ist das schnuppe. Jede Folge ist köstlich, jede kann ich mir immer wieder anschauen, ohne dass sie an Witz verlieren. Das verdankt man natürlich auch den anderen Charakteren, doch ohne ihn würde der König fehlen. Seine Filme sind nullachtfünfzehn-schablonenhafter-mainstream-Ausstoß, doch selbst diesen Streifen kann ich einen geringen Teil abgewinnen. Dass sie objektiv betrachtet nicht beachtungswürdig sind, ist mir da relativ egal.

Danke für die Aufmerksamkeit,
Euer Kevin.

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