Sonntag, 3. November 2013

The Last Stand - Arnie´s verpatztes Comeback


Für Sheriff Ray Owens liegen die turbulenten Jahre seines Berufes schon weit zurück. Früher als City-Cop auf Verbrecherjagd gegangen, hat er sich jetzt in ein Dorf nahe der mexikanischen Grenze versetzen lassen um die letzten Jahre seines Lebens ruhig und gelassen ausklingen zu lassen. Als aber der gefürchtete und berüchtigte Drogenhändler Gabriel Cortez bei einer Verlegung seiner Person in ein anderes Gefängnis fliehen kann, kommt dem beschaulichen Dorf an der Grenze eine besondere Rolle zu. Die FBI-Agenten rund um Agent John Bannister haben die Vermutung, dass der flüchtige Großkriminelle genau dieses Dorf benutzt um in seine Heimat zu gelangen. Auf einmal herrscht Alarmstufe Rot im Provinznest und Sheriff Ray Owens muss der Welt beweisen, dass er noch längst nicht zum alten Eisen gehört.

City meets Provinz, ein Aspekt des Actionfilms, dass man schon unheimlich oft vor die Augen bekommen hat. THE LAST STAND nimmt sich genau dieses Motiv zum Leitfaden des Filmes und versucht rund um die Action-Ikone Arnold Schwarzenegger einen packenden Actionstreifen zu formen, der auch gleichbedeutend mit dem Hollywood-Debüt Kim Jee-Won´s ist.
Wie immer bei großen Rückkehrern sind die Erwartungen unheimlich hoch. In diesem Fall jetzt vielleicht nicht in dem Maße wie man es das ein oder andere Mal schon mitbekommen hat, aber dennoch möchte der Zuschauer hier auf hohem Action-Niveau unterhalten werden, ganz einfach weil der Name Schwarzenegger in der Regel für tolle actiongeladene Unterhaltung steht.

Im Prinzip kann gesagt werden, dass bei THE LAST STAND zwar einer der bekanntesten Menschen auf diesem Planeten den Weg zurück vor die Kamera findet, aber keinesfalls den Weg zurück zu einer Top Action-Produktion. Dafür wird zu viel auf die Schwarzenegger-Karte gesetzt, zu wenig eigenes kreiert, zu wenig Action geboten und zu wenig Spannung aufgebaut.
Ein Film, der so vorhersehbar ist, der so wenig eigene Einflüsse zu bieten hat, kann einfach trotz dieses Comebacks nicht als gelungen oder als gut betitelt werden. Zwischen sparsamen Johnny Knoxville – Gags und müden Verfolgungsjagden kann sich THE LAST STAND nicht entscheiden was er jetzt eigentlich erreichen will. Ob Gangsterfilm, Cop-Thriller oder einfaches Rumgeballer. Keine Sparte wird hier ausreichend bedient, sodass man sich in bedeutungslosen Weiten des Action-Genres verliert und das Comeback Schwarzeneggers dafür missbraucht um Geld in die Kinokasse zu spülen.


Ein völlig unterforderter Forest Whitaker, wenn man sich seine Leistung in DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLAND in Erinnerung ruft. Ein Johnny Knoxville, dessen Person nur im JACKASS – Franchise etwas zu suchen hat und ein Arnold Schwarzenegger, der für eine Wiederkehr auf die Filmbühne, zu wenig Screentime bekommt, wenn man ihn als Hauptdarsteller ankündigt. Hier hat vieles nicht gepasst, die Anzahl der Actionszenen, der Cast und auch die Settings waren nicht imposant oder ausgeklügelt genug um hier etwas Besonderes erkennen zu lassen.


Unterm Strich ist THE LAST STAND eine misslungene Action-Produktion, die die Freude auf ein Wiedersehen mit einer der größten Legenden des deutschsprachigen Raumes zu Nichte macht und Arnold Schwarzenegger ganz deftig auf den Hosenboden plumpsen lässt. THE LAST STAND kann die Erwartungen, die an ihn gestellt wurden, zu keiner Zeit auch nur annähernd erfüllen und versinkt so in der Bedeutungslosigkeit der Filmgeschichte.  


Bewertung: 03/10


Genre: Action
Originaltitel: The Last Stand
Regisseur: Kim Jee - woon
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Johnny Knoxville, Forest Whitaker, Rodrigo Santoro, Jaimie Alexander
Erscheinungsjahr: 2013
Produktionsland: USA
Laufzeit: 107 Minuten 
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 18 (gekürzte Versionen: FSK 16; FSK 12)

Kommentare:

  1. Guten Abend,

    wir haben deinen Beitrag auf unserer Facebookseite "blogARTig" verlinkt. Solltest du etwas dagegen haben, bitte laut schreien.

    Liebste Grüße
    blogARTig

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