Samstag, 12. Oktober 2013

Madagascar - Part 3


Poor animals. You should have stayed in the wild. Now, you deal with ME!”

Den vier Freunden Alex, Marty, Gloria und Melman ist das Glück wirklich nicht hold. Die Pinguinbande um Anführer Skipper und ihre affigen Kollegen, haben sich tatsächlich ohne sie aus dem Staub gemacht und die Reise von Afrika in die Heimat angetreten. Beim Zwischenstopp in den Spielbänken Monte Carlos treffen die beiden Lager wieder aufeinander. Die Pinguine und die Affen werden bei einem missglückten Aufeinandertreffen mit ihren alten Weggefährten beim Falschspielen erwischt und haben sich damit großen Ärger auf den Hals gehetzt. Dieser Ärger trägt den Namen Chantel DuBois. Sie ist die örtliche Tierfängerin und die hundertprozentige Erfolgsquote spricht für ihr Engagement. Mit ihren herausragenden Verfolgungskünsten macht sie unseren Freunden das Leben zur Hölle. Gut, dass sie den Wanderzirkus Vitaly´s kennenlernen, denn in größter Not ist dieser zur Hilfe…

Das Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit zwei der wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten eines Menschen sind, das wissen wir schon von klein auf. Es sind Tugenden, die dich im Leben weiter bringen und wenn du diese nicht beachtest legst du dir selbst Steine in den Weg. Grund genug, dass MADAGASCAR 3 – FLUCHT DURCH EUROPA sich diese Belehrung als Vorbild für seinen Film nimmt und den Inhalt genau darauf abstimmt. Die Handlung an sich ist unfassbar dünn, wie bei Animationsfilmen meist üblich. Dennoch stellt das einen klaren Rückschritt in Bezug auf den zweiten Teil dar. Mühelos lässt sich der Plot in 5 Sätze zusammenfassen und das ist kein Fakt, der für einen Film spricht.


Generell ist es sicherlich schwierig für ein Franchise, wenn man zwei erfolgreiche Vorgänger fortführen soll. Man braucht neue Ideen, Gags, neue Anreize den Film dem Zuschauer schmackhaft zu machen. Hier kann man zum Beispiel neue Figuren einführen, was MADAGASCAR 3 auch zu genüge macht in dem man die Tierclique einfach in ein komplett neues Umfeld reinschmeißt, nämlich den Zirkus. Hier sind der Seelöwe Stefano und die Bärin Sonya Paradebeispiele für eine gelungene Innovation in Sachen Veränderung und neue Figuren. Als nächstes wird der Standort gewechselt. Statt in tropischen oder exotischen Gefilden müssen sich die ´Hauptdarsteller´ nun durch das luxuriöse und industrialisierte Europa kämpfen. Generell hat man ein wirksames Konzept gefunden um den dritten Teil gegenüber den anderen MADAGASCAR-Vertretern nicht alt aussehen zu lassen. Mit toller musikalischer Begleitung, einer atemberaubenden Zirkusshow, die für mich das Highlight des Filmes darstellt und einigen sehenswerten Verfolgungsjagden hat man tatsächlich eben jene neuen Anreize setzen können, die auch für tadellose Unterhaltung sorgten.

Zum ersten Mal schafft es auch ein MADAGASCAR-Film eine total unsympathische Figur hervorzubringen. Ein Hassobjekt um es derb auszudrücken. Die Tierfängerin Chantel DuBois nimmt exakt diese Rolle ein. Mit einer klischeeüberladenen Rolle kann sie die Missgunst auf sich ziehen und ist so unheimlich wichtig für den Film. Zum anderen können die üblichen Publikumslieblinge wie die Pinguine, König Julien, Alex oder Marty ihr Niveau und das damit verbundene ´Gagpensum´ halten, somit also eine gewohnt gute Vorstellung abliefern.
MADAGASCAR 3 war mit Sicherheit einer der drei besten Animationsfilme im Jahr 2012. Zusammen mit ICE AGE 4 und MERIDA – LEGENDE DER HIGHLANDS streitet sich der Dreamworks-Vertreter um die Krone im Kinojahr 2012. MADAGASCAR 3 hat wieder ordentliche Gags im Petto und kann auch vom Kleinkindsalter bis zum Senior ohne Probleme angeschaut werden. Genau das ist wohl der größte Pluspunkt der MADAGASCAR-Reihe.


“Grab your bags and empty your bladders, it's gonna be a long trip.”


Bewertung: 06/10


Genre: Animationsfilm
Originaltitel: Madagascar: Europe´s Most Wanted
Regisseur: Eric Darnell, Tom McGrath, Conrad Vernon
Erscheinungsjahr: 2012
Produktionsland:  USA
Laufzeit: 93 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 6

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