Donnerstag, 10. Oktober 2013

Madagascar - Ein tierischer Animationsspaß


Also Leute, was meint Ihr? Wollen wir wieder zurück nach New York?"

Die Tierbande Alex der Löwe, Gloria das Nilpferd, das Zebra Marty und die Giraffe Melman sind beste Freunde. Zusammen durchstehen sie den Alltag im Zoo New York Citys und gehen durch dick und dünn. Aber der Drang zur Freiheit sorgt dafür, dass zumindest ein Bestandteil der Gruppe langsam aber sicher den Schritt in die Wildnis wagen will. Es ist Marty. Bei einem Ausbruchsversuch werden das Zebra und seine drei Freunde von der Polizei gestellt und eingeschläfert. Als die drei tierischen Kollegen aufwachen, sind sie auf einem Frachter Richtung Afrika. Noch wissen sie nicht, dass sie auf dem Weg in das größte Abenteuer ihres bisherigen Lebens sind. Madagaskar…

Freundschaften sind wichtig. Sie prägen unser gesamtes Leben. Sind eine der wenigen Konstanten in unserem Leben. Wie ein Schatten, bekommt man seine besten Freunde einfach nicht mehr von sich los und das ist auch gut so. In MADAGASCAR wird genau diese Thematik in sorgsam animierten Bildern behandelt und so locker und leicht dem Zuschauer präsentiert. Gemeinsam durchleben die vier Freunde ein riesiges Abenteuer, bei dem Vertrauen und Zuneigung die zwei obersten Gebote sind. Vier Freunde die lernen müssen ihr Ego runterzuschlucken und auf die Einschätzung anderer zu bauen.

Die Hauptdarsteller sind zum einen der selbstverliebte und arrogante Löwe Alex, der aber im Kern seines Herzen ein unheimlich netter Kerl ist und ein verdammt guter Freund noch dazu. Dann haben wir das fröhliche Zebra Marty, der sich nach Freiheit sehnt, der Spaß haben will, Freude haben will und das Leben in vollen Zügen genießen möchte. Als nächstes hätten wir da noch die kräftige Nilpferddame Gloria, die öfters auch divenhaft in Erscheinung tritt. Zu guter Letzt gibt es noch die sympathische Giraffe Melman, die wohl häufiger krank ist als sonst ein Lebewesen auf dieser Welt, was sich auch auf sein Verhalten und auf seinen Mut niederschlägt. Dazu gesellen sich weitere Sympahtieträger, wie die Pinguintruppe und König Julien.


MADAGASCAR ist ein absolutes Feel-Good-Movie. Nahezu keine Szenen in denen man von seiner guten Laune ablassen muss und das ist im Endeffekt auch genau das was den Streifen ausmacht. Die Witze sind im ersten Teil noch recht flach, eher unlustig und auch die Figuren lernt man erst in den folgenden Teilen mehr und mehr lieben. Dennoch deutet sich auch schon im ersten Teil das Potenzial der Truppe an und man weckt somit das Interesse des Zuschauers. Auch wenn der Plot nicht besonders ausgeklügelt ist, oder interessant ist, so schaffen die DREAMWORKS-Leute hier einen ordentlichen Animationsfilm, der einen akzeptablen Anfang für eine tolle Filmreihe darstellt. Mit fetzigen Hits, die vor allem bei der jüngeren Genration auf großen Anklang treffen, kann sich der Film auch einen kleinen Kultstatus sichern, denn gerade ´I like to Move it´ ist ein echter Klassiker, der in jeder Kinderdisco noch heute rauf und runter gespielt wird. Die schönen Bilder, die putzigen Charaktere, das alles sorgt dafür, dass MADAGASCAR letztlich doch ordentliche Unterhaltung war und den Zuschauer über die geringe Laufzeit doch teilweise entzücken konnte.

MADAGASCAR schafft es die Thematik Freundschaft und deren Wichtigkeit kindgerecht darszustellen und das mit einem typischen Animationsfilm zu verbinden. Zwar ist der erste Teil noch eher auf Kinder abgeschnitten als die beiden folgenden Fortsetzungen, aber dennoch können ihn Jugendliche und Erwachsene problemlos anschauen und ihre Freude daran finden. Eine gute Produktion aus dem Hause DREAM WORKS, die technisch astrein ist und die richtige Message mit sich bringt.


"Die Natur. Sie greift mich an"


Bewertung: 06/10


Genre: Animationsfilm
Originaltitel: Madagascar 
Regisseur: Eric Darnell, Tom McGrath
Erscheinungsjahr: 2005
Produktionsland:  USA
Laufzeit: 83 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 0

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