Donnerstag, 6. September 2012

Vin Diesel bekämpft mit seinem treuem Hundchen eine Zombieapokalypse


Red Dog (2011)
(Genre: Drama, Komödie / FSK: 6 / Laufzeit: ca. 88 Minuten / Land: Australien)

Red Dog wird als Number 1 Hit aus Australien bezeichnet - und doch habe ich und ein Großteil vom Rest der Welt noch nie von ihm gehört. Gerne schreibt man ja solche Sachen auf's Cover um zu locken, deswegen habe ich das gar nicht erst groß beachtet. Was mich gereizt hat waren nicht die großen Worte, es war eher die so schlicht beschriebene Story die ich mir in den Gedanken wunderschön ausgemalt hatte. Es geht im Grunde um nicht mehr als eine Hundegeschichte wie wir sie alle kennen: Hundi trifft Herrchen und es läuft alles toll bis mal etwas nicht so tolles passiert. Jaja, der 0815-Shit eben. Doch das Geheimniss bei solchen Filmen ist, das sie im Grunde nicht 0815 sein können. Sie erzählen nämlich immer eine so schön herzerfüllende Geschichte die jederzeit ihren persönlichen Touch trägt und diesen auch den ganzen Film über versprüht. Hier ist das atemberaubende 70-80er Feeling Australiens gepaart mit der Geschichte des nicht fiktiven Red Dog. Der Hund hat sich das überschauliche Dörfchen Dampien zum zu Hause gemacht, dort leben hauptsächlich Eisenerzminenarbeiter. Recht schnell hat er den Leuten dort bewiesen das er anders ist und hat es locker in die Herzen derjenigen geschafft. Was dem Film wunderbar gelingt, ist diese perfekte Balance zwischen Komödie und Drama. Wo man beim Komödienpart sogar gerne mal overacted, kommt es einem zu keiner Zeit unangenehm vor. Jedoch sollte man die Synchro lieber nicht benutzen, das macht schon eher den Fremdscham aus. Im Gesamtpaket ist der Film nichts was einem lange im Kopf bleibt, doch für den Moment wird man berührt und zum mitweinen eingeladen. Herzensgut der Film.
Wertung: 7.0/10


Juan of the Dead (2011)
(Genre: Komödie, Horror / FSK: 16 / Laufzeit: ca. 96 Minuten / Land: Spanien, Kuba)
Juan of the Dead macht nichtmal so viel falsch wie ich mir gedach hatte, man geht lockerleicht ironisch mit dem Thema Zombieapokalyspe um, macht ein paar Witze über sein eigenes Land (Kuba in diesem Fall) und lässt (Zombie)Gedärme herumfliegen. Mit Juan, der dank dem Sohn seines besten Freundes California, nebenbei gesagt hab ich selten so einen genialen Namen gehört, das Zombieumbringgeschäft "Juan of the Dead" gegründet hat, liefert der Film sogar eine sehr sympathsche Protagonistenfigur. Achja, die Idee ein solches Geschäft zu so einer Situation zu eröffnen, ist wirklich genial. Jeder muss doch jetzt von Zombies befreit werden - und ist doch bestimmt auch dazu bereit dafür zu bezahlen. Ja, ich weiss, bisher habe ich noch viel zu wenig gemeckert, aber was mich genau gestört hat ist auch schwer zu definieren. Es ist einfach der Einheitsbrei der von den ganzen kleinen, besonderen Punkten immer noch den größten Teil des Platzes einnimmt. Der Film erscheint einem trotz seiner normalen Laufzeit von 96 Minuten (obwohl das heutzutage so langsam schon als 'kurz' gehandelt wird) einfach zu zäh und stellenweise absolut langweilig, da kann nichtmal das nette auffrischen des Genres etwas ändern. "Juan of the Dead" hat sicherlich seine netten Momente, Momente die sogar einen Klassiker ausmachen könnten, doch ist das hier im Grunde nicht mehr als ein Trashfilm mit einer altbekannten Story und netten Witzen zum Zeitvertreib.
Wertung: 4.0/10


Pitch Black (2000)
(Genre: Horror, Sci-Fi / FSK: 16 / Laufzeit: ca. 108 Minuten / Land: US)
Der Vorgänger von "Riddick" geht eigentlich als ziemlich solider Actioner der Neuzeit durch: Ein unbekannter Planet, Monster und ein Held der irgendwie alle retten muss. Wenn man einen Vin Diesel Actionfilm kennt, kennt man das Prozedere von so gut wie jedem seiner Filme: Er ist der Arsch der allen den Arsch aufreisst. Gut, dagegen hab ich nichts, Nobrainer müssen auch ab und zu sein. "Pitch Black" ist mir in seiner Optik aber viel zu eintönig und langweilig, diese Wüstenwelt verbunden mit den dunklen Höhlen sorgen für schläfrige Augen und nicht für spannende Momente. Auch Vin Diesel kam mir nicht ganz so cool vor wie sonst, zwar hat er seine Coolness hier auch bis in die Haarspitzen überperformt, doch wird das in Kombo mit den Sprüchen einfach nur lächerlich. "We can't leave without saying Good Night". Ja nee, ist klar.
Wertung: 4.0/10


Kommentare:

  1. Überperformt bis in die Haarspitzen ist in diesem Fall wohl wahrlich kein Qualitätsmerkmal. ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. :D Hey, wie du siehst hat er in dem Film immerhin einen Ansatz von Haar. Das kann man doch grade noch so durchgehen lassen ;)

      Löschen