Freitag, 31. August 2012

Magic Mike geht mit der Frau in Schwarz questen


Magic Mike (2012)
(Genre: Komödie, Drama / FSK: 16 / Laufzeit: ca. 111 Minuten / Land: US)
Eine Zeit lang habe ich mich ja gegen den Film gesträubt. Ich meine, ich bin nicht die Sorte Mann, die darauf versessen ist Männer strippen zu sehen. Vor allem keine knapp 2 Stunden lang. Doch aus einem Grund habe ich mir den Film doch angeschaut, und dieser Grund heisst Channing Tatum. Seit "Step Up" und "21 Jumpstreet" hab ich ihn wirklich gerne gewonnen, vor allem weil er sich wirklich darum bemüht der Welt zu zeigen das er auch schauspielern kann. Wo er in "21 Jumpstreet" einfach nur einen leichtdämlichen Prollo spielen musste, hat er hier etwas mehr Geschick beweisen müssen. Vor allemn in den Dramapassagen hat er gezeigt, das er nicht nur wegen seinen Stripeinlagen die perfekte Wahl war. Bleiben wir mal kurz bei dem Thema "Drama". Denn die Schauspielleistung von Tatum ist wirklich das Beste was mir in der Hinsicht einfällt. Nach einem rasanten, aufregendenen und vor allem interessanten Beginn ist man in ein ewig altes 0815-Muster gefallen das einfach nicht hätte sein müssen. Damit hat man dem Film ab Mitte der Laufzeit einfach zunehmend an Fahrt rausgenommen, das "Finale" bleibt dann als schiefgegangener Witz in Erinnerung. Jedoch hat die innovative Art des Anfangs zu imponieren gewusst, und das sollte man ja auch nicht unerwähnt lassen.


Your Highness (2011)
(Genre: Komödie, Fantasy / FSK: 16 / Laufzeit: ca. 102 Minuten / Land: US)
Danny McBride, James Franco, Zooey Deschanel und Natalie Portman versammeln sich. Für was? Für den absolut größten Schwachsinn den man so hochkarätigen Leuten zumuten könnte. Kiffend und anzüglich geht es auf ins questen, auf der Suche nach der holden Jungfrau die vom bösen Zauberer entführt wurde. Kennt man. Also jedenfalls die Hälfte davon. Es ist eben eine typische Mittelalterstory - mit eben Weed, Sexwitzen ohne Ende, und Gags die den Niveaulimbo (darf man das Wort eigentlich noch benutzen?) besiegen wollen. Und wisst ihr was? Das alles kam so schön dämlich rüber. Der Film macht Spaß weil er eben nichts besonderes sein will, weil er nichts revolutionieren möchte und einfach mit funktionierenden Witzen um sich schmeisst. Das funktioniert in Kombo mit diesen Schauspielern natürlich noch besser, vor allem McBride beweist was für ein loses Mundwerk er haben kann. Runninggags gibt's ebenfalls ohne Ende, ich denke jetzt nur mal an das Wort "questen" zurück, oder daran wie der kleine Knappe Courtney immer wieder in den Vordergrund gedrängt wird. "Your Highness" macht als 'flache' Komödie einfach alles richtig und lädt zum Lachen ein.
Wertung: 7/10


Die Frau in Schwarz (2012)
(Genre: Horror, Drama / FSK: 16 / Laufzeit: ca. 95 Minuten / Land: UK)
Ich bin wirklich mit Null Erwartungen an diesen Film rangegangen, ich habe mir nämlich nicht einmal etwas genaues unter diesem Film vorstellen können. Trailer? Nicht geschaut. Was hatte ich mir also erhofft? Ja, Erwartungen waren keine da, doch irgendetwas habe ich mir ja vorstellen müssen. Ich wusste aber nicht was ich genau zu sehen bekommen würde, ist es ein Thriller, oder ein Horrorfilm? Sieht irgendwie nach beidem aus. Drama ist auch dabei. Aber wie ich feststellen musste funktioniert das nicht so recht. Horrorschocker sind vorhanden, ja, aber die kommen erst nach einer Anlaufzeit von 50 Minuten. Zwar hat man da immerhin technisch gute Leistung gebracht, und auch über Ex Harry Potter Daniel Radcliffe kann man einfach kein schlechtes Wort verlieren, doch hat man erzähltechnisch einfach viel zu viel Langeweile heraufbeschworen.
Wertung: 3/10


Kommentare:

  1. Ich fand "Die Frau in Schwarz" genau wegen dieser ruhigen und langsamen Inszenierung großartig. Warum muss in der heutigen Zeit alles Schlag auf Schlag erfolgen? Ein angenehmer Gruselfilm der alten Schule, wie "Bis das Blut gefriert" oder "Das Schloß des Schreckens".

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    1. Die Art der Inszenierung ist für mich eine Gratwanderung, in etwa möchte ich sie mal mit "Paranormal Activity" vergleichen (was gewagt ist), da passiert auch nicht Schlag auf Schlag was, und doch gefällt es mir. Mein Problem hier war eher damit, das man eine gute Stunde Inszenierungstechnisch das Haus ausgelassen hat. Das war für mich ein großer Fehler, vor allem weil ich zu der Story einfach keinen richtigen Zugang gefunden haben. Tipps sind aber immer gerne gesehen, dank dir :)

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    2. Gewagt ist es "Paranormal Activity" zu mögen :p

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    3. Es ist gewagt "Paranormal Activity" gut zu finden :p

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  2. Wie viel Geld Natalie Portman wohl für Your Highness bekommen hat?

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    1. Relativ wenig denke ich mal, aber dafür war ja genug Spaß beim Dreh :)

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