Donnerstag, 5. Juli 2012

Die Krone gebürt der 2ten Staffel von "Game of Thrones"

Die Götter sind zurück, die Könige, die Rebellen, die Verstossenen, die Gefangenen, die Abtrünnigen, die Mörder. Die Wölfe. Die Löwen. All die Lords und Myladys. Sie haben sich zu einer neuen Runde der Intrigen und Schlachten zusammengerottet, zeigen wie es ist 'das Spiel zu spielen'.

(Sollte von Spoilerallergischen nur mit Vorsicht gelesen werden)
Die erste Staffel endete nicht mit Explosionen, nicht mit einer großen Schlacht, sondern mit einer schlichten Inszenierung der Verdammnis:  Ein neuer König hat den Thron bestiegen und nur wenige wollen ihn dort sitzen sehen. Vielmehr wollen die meisten selber darauf sitzen. Andere wiederum sehen weitere Vorteile in der momentanen Situation. All das was die erste Staffel angedeutet hat, die ganzen Intrigen und die ganzen Machenschaften im Schatten der Gesellschaft, werden weiter auf die Spitze getrieben.

Nachdem sich Joeffrey Ned Stark's Kopf genommen hat, war ich mir fast sicher das die Serie einen Teil meiner Interesse verlieren würde. Sean Bean war für mich in seiner Rolle ein Held, der perfekte Protagonist. Doch haben mich die Macher überrascht. Da bei so einer umfangreichen Serie nicht nur eine Person im Visier steht, gibt es genug andere Darsteller die sich zu Lieblingen entwickeln (können).

Mit der 2ten Staffel steigert man sich in Sachen "Storyentwicklung" gewaltig. Es passiert um einiges mehr, es wird deutlich gemacht das man nicht ewig um das Thema herum reden möchte. So kommt es auch zu Schlachten, zu mehr Blut, zu mehr Toten. Das "Game of Thrones" so etwas nicht unbedingt braucht um hervorragend zu sein, hat man in der ersten Staffel gezeigt. Dort bestand der Fokus fast gänzlich auf den einzigartigen Dialogen. Die Gespräche verlieren hier nicht an Niveau, das ist dass, was mich wohl am meisten gefreut hat. "Schlachten" war jedoch etwas übertrieben, es kommt zu einer großen: Die Schlacht um King's Landing bricht aus. Schon am Anfang der Staffel wusste man das, es wird immer wieder davon gesprochen das Stannis Baratheon, der wahre Thronerbe, auf dem Weg zur Königsstadt ist um sich das zu holen, was ihm gehört.


Es kommen außerdem mehr Familien mit ins Spiel, mehr Soldaten, mehr Überraschugen - einfach mehr von allem! Trotz der vermeindlichen Ausführlichkeit bleiben extrem viele Fragen offen. Das liegt daran das man eben gar nicht so ausführlich war, die Staffel hätte locker die dreifache Spielzeit füllen können. Doch ist das gut so, man bleibt auch nach dem Finale mit den Gedanken bei der Serie, bei den neu erschienenen Geheimnissen. Man fragt sich zum Beispiel was denn nun wirklich die "White Walker" sind, was "Der König hinter der Mauer" bezwecken möchte, wie Daenerys nach Westeros kommt, wie...


Obwohl eine Laufzeit von ca. 550 Minuten eine stolze Menge ist, will man einfach mehr, denkt das es zu wenig ist was man dort präsentiert kriegt. Jedenfalls teilweise, einige (meiner Lieblings)Charaktere kommen einfach zu kurz. Doch bedeutet das eigentlich nur, das sie in den nachfolgenden Staffeln mehr ins Rampenlich treten, mehr Tamm Tamm machen werden. Es ist schön das zu wissen. Eine Sttaffelerweiterung heisst ja auch logischerweise das sich die Charaktere mit entwickeln. Am imposantesten war wohl die der "Mother of Dragons". Daenerys Targaryen war am Anfang noch ein kleines Mädchen das sich aufgrund der Worte ihres Brudes von 10 000 Männer hätte vergewaltigen lassen. Was mit ihr geschieht sollte man nicht beschrieben bekommen, sondern einfach selber mitansehen. 


Die 2te Staffel von "Game of Thrones" präsentiert königliches Inszenierungsgeschick, einen Erzählstil den Lords nicht besser nachahmen könnten, Sprüche und Zitate die man auch hinter der Mauer noch lange in Erinnerung haben wird - die Season ist einfach rundum fesselnd und beinahe perfekt. Man lässt überall noch etwas Luft nach oben und man kann sich auf so einiges gefasst machen.

Meine persönliche 'Top 5' verrate ich euch zum Schluss auch noch:

Platz 5: Robb Stark(Richard Madden) (neu)
Jetzt sticht er absolut heraus. Und das im positiven Sinne. Er ist der perfekte Erbe seines Vaters und zeigt wie ein König aus dem Norden auszusehen hat.


Platz 4: Jorah Mormont(Iain Glen) (neu)
Obwohl er nur ein Randdarsteller ist, überzeugt er mich in jeder Sekunde seiner Screentime. Ich hoffe das er zu seiner Hauptrolle kommen wird, denn was er für ein Wesen ausstrahlt ist gigantisch.


Platz 3: Arya Stark(Maisie Williams) (-)
Sie bleibt unverändert der kleine Stern der Serie. Außerdem ist sie die personifizierte Verhöhnung der ganzen Prinzesschen, man kann sie nur gerne haben.


Platz 2: Daenerys Targaryen(Emilia Clarke) (↑5)
Wunderschön und unglaublich talentiert. Die perfekte Mischung. Nebenbei erwähnt ist ihr Charakter der wohl wandelbarste und sie zeigt das man noch viel von ihr erwarten kann. Ich liebe ihr Auftreten und hoffe das sie Joeffrey so schnell wie möglich in den Arsch tritt.


Platz 1: Tyrion Lannister(Peter Dinklage) (↑2)
Der König der Zuschauer. Der Liebling der Lieblinge. Einfach die absolute Nummer 1. Seine Sprüche sind legendär, seine Handlungen von Cleverness getränkt. 





Tyrion Lannister: "The Lord of Light wants his enemies burnt. The Drowned God wants his enemies drowned. Why are all the gods such vicious cunts? Where is the god of Tits and wine?"


(hier geht' Staffel 1) (hier zu Staffel 3)


Keine Kommentare:

Kommentar posten