Donnerstag, 10. Mai 2012

Kämpfende Götter die an ihrem Daumen saugen und währenddessen das 70er Jahre Lebensgefühl wiederaufleben lassen


Thumbsucker:
(Genre: Tragikomödie; Laufzeit: 96 Minuten; Jahr: 2005)
Thumbsucker kann am Anfang mit einem nett klingendem Titel(was im deutschen schon wieder ganz anderes wäre, Gott sei Dank das hier mal nichts übersetzt wurde) und einem hübschen Cover glänzen. Da haben die Produzenten also schonmal alles richtig gemacht, doch die Coming-of-Age-Dramenkomödie um Justin(Lou Taylor Pucci) ist viel einseitiger als es andere Genrekollegen sind, dazu wird das Lebensbejahende Gefühl schwer vernachlässigt, Regisseur Mike Mills legt es stark drauf an den Zuschauer zu deprimieren. Aber immerhin wurde das gut umgesetzt.
Wertung: 5.5/10


Krieg der Götter:
(Genre: Action/Fantasy; Laufzeit: 111 Minuten; Jahr: 2011)
Das war ja gar nicht mal so übel. Wenn man mal seine cineastische Gehirnhälfte ausschalten kann, wird man, zumindest als Mann, einen tollen DVD-Abend mit und ohne Freunde haben. Mit tiefgründigem Zeugs braucht man hier gar nicht erst anfangen, doch die Optik ist einfach grandios(es steht zu Recht: "Von den Machern von 300" auf dem Plakat), und im Kostümdesign hat man sich kreativ stark ausgelebt - naja, vielleicht etwas zu sehr, denn es geht öfters mal übertrieben ins abstrakte. Abgerundet wird das Augenverwöhnen durch super Inszenierungen die auch noch einen Hauch Klasse mit reinbringen, damit sind vor allem die Kämpfe und Übergänge gemeint.
Wertung: 6/10


American Graffiti:(Genre: Drama/Komödie; Laufzeit: 110 Minuten; Jahr: 1973)
Jeder Fan der Zeit rund um die 7oer/80er sollte solche Filme wie "American Graffiti" gesehen haben, denn gut gemachte Geschichten die das Lebensgefühl dieser Zeit auch wirklich perfekt erfassen, sind immer einen Blick wert. Interessant ist ja, das George Lucas Regie geführt hat, der Film ist knappe 4 Jahre vor seinem großen Durchbruch mit "Star Wars" abgedreht worden. Achja, auch Harrison Ford hat eine amüsante Nebenrolle als draufgängerischer Bleifuß(die ihm wohl auch etwas zu Han Solo verholfen hat). In American Graffiti geht es eigentlich nur um die Nacht vier verschiedener Jugendlicher, es wird immer wieder zwischen den Handlungssträngen hin- und hergeswitcht. Lucas beweist dabei ungewohnte Menschlichkeit, und obwohl die Geschichte(n) nichts außergewöhnliches sind, sind sie es doch, denn die Atmosphäre saugt einen förmlich auf(genau, nicht umgekehrt).
Wertung: 7/10

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