Mittwoch, 16. November 2016

"Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" – Und es geht wieder los...

© Warner Bros. Entertainment












Seit dem Wiederaufleben des "Star Wars"- Franchise war wohl kein Film so heiß erwartet, wie die Fortsetzung des "Harry Potter"-Franchise. Jetzt ist es endlich soweit und wir bekommen mit "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" wohl den Film geboten, der "Rogue One" für Star Wars im Dezember werden will.

Die Geschichte ist im New York der 1920er Jahre angesiedelt. Auch hier gibt es Zauberer, die versteckt vor den NoMajs, Muggeln, eben den normalen Menschen existieren. Schon früh wird klar, dass einiges anders läuft als in Großbritannien. Es gibt vermehrt Zwischenfälle mit magischen Kreaturen und der dunkle Zauberer Grindelwald und seine Anhänger verüben Anschläge auf der ganzen Welt. Die Welt in die wir eintauchen ist mit ernsten Problemen konfrontiert und das wird bereits zu Beginn deutlich. In dieses aufstrebende New York stolpert nun unser Protagonist, Newt Scamander, mit einem Koffer voller magischer Geschöpfe und das Abenteuer beginnt.

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Was hat sich die FSK denn dabei gedacht?


Mehr will ich zur Geschichte gar nicht sagen. Die Handlung hat mich nämlich überrascht. Dabei meine ich nicht einmal die guten Wendungen, sondern die düsteren und stellenweise grausamen Elemente des Films. Hier möchte ich empfehlen, den Filmbesuch mit Kindern nicht von der FSK abhängig zu machen. Der Film hat nicht viel explizite Gewalt, aber er präsentiert neben der fantastischen Welt eben auch dunkle, komplexe Passagen, die Kinder stellenweise überfordern dürften. In dieser Welt gibt es eben süße Fabelwesen und Grausamkeit. Gerade diese düsteren Anteile machen den Film aber für die mitgewachsenen Harry Potter Fans in meinen Augen unglaublich interessant. Es werden Thematiken angesprochen und behandelt, die in der Hauptstory eben nur Fußnoten sein können, ganz genauso wie Newt Scamander es war.T rotz der vielen Anleihen an die bekannten Bücher und Verfilmungen ist der Ton hier jedoch leicht verändert. Der Fokus liegt nicht mehr auf Kindern, sondern auf Erwachsenen und deshalb ist es nur richtig, dass damit auch die Probleme erwachsener werden. Es ist eben kein "Harry Potter"-Film mehr und dennoch fühlt man sich zuhause.
Die Schauspieler machen einen grandiosen Job. Allen voran Eddie Redmayne, als leicht verschrobener, junger Zauberer Newt Scamander. Jedoch gibt es niemanden, der seine Rolle nicht zur vollsten Zufriedenheit verkörpern würde. Auch die Effekte wissen zu begeistern. Die magischen Kreaturen sind wunderschön gestaltet und passen perfekt in diese zauberhafte Welt.

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Fazit

Das Franchise wurde mit Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind erfolgreich weitergedacht. Sowohl Jugendliche, als auch die erwachsenen Fans der Buchreihe von J.K. Rowling werden diesen Film genießen können. Ich bin kein riesiger Harry Potter Fan und war von den Fortsetzungsplänen etwas abgeschreckt. Jetzt freue ich mich auf weitere Filme, die reifer und düsterer sind, aber ihren ursprünglichen Zauber dafür nicht aufgeben müssen.

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BEWERTUNG: 9.0/10
Titel: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
FSK: ab 6 freigegeben
Produktionsjahr: 2016
Laufzeit: 133 Minuten
Autor: J.K. Rowling
Regisseur: David Yates
Darsteller: Eddie Redmayne, Katherine Waterston, Alison Sudol, Dan Fogler, Colin Farrell, Ezra Miller, Samantha Morton


1 Kommentar:

  1. Spoiler ahead

    Schön, dass du das mit der FSK ansprichst. Ich habe zur Hälfte mit meinem inneren Kind bzw. Fangirl im Kino gesessen und war geschockt von der Andeutung des elektrischen Stuhls und dachte auch an anderen Stellen...Ab 6? Really?

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