Donnerstag, 22. September 2016

"Der Vollposten" – Schwarzer Humor auf Italienisch


© Weltkino Filmverleih

In den Sommermonaten sind leichte Komödien immer gern gesehen. Deshalb bekommen wir diesen Spätsommer mit "Der Vollposten" einen italienischen Publikumsliebling serviert. Mit über 10 Millionen Kinozuschauern erwartet uns hier der erfolgreichste italienische Film aller Zeiten.

Checco wusste schon als Kind was er einmal werden wollte. Sein Vater war sein berufliches Vorbild und so verfolgte er sein Ziel bereits von klein an. Deshalb scheint zu Beginn alles so zu sein, wie Checco es sich immer erträumt hatte. Schließlich ist er verbeamtet und im Jagd- und Fischereiamt eingesetzt. Mit Ende 30 wohnt er noch zuhause und auch eine Ehe mit seiner Freundin scheint ihn erst zu interessieren, als sie sein wichtigstes Gut schützen könnte. Seine Festanstellung. Diese ist in Gefahr, denn böse Mächte aus Rom wollen die Bürokratie abbauen. Doch so leicht gibt sich Checco nicht geschlagen und kämpft verbissen um seinen Posten.
© Weltkino Filmverleih
Dabei lernt der reichlich unsympathische Protagonist während des Films zum Glück ein wenig Menschlichkeit. Abseits der wenig überraschenden Handlung reihen sich bei "Der Vollposten" billige Pointen und bitterschwarzer Humor aneinander. Da kann einem vielleicht sogar mal das Lachen im Halse stecken bleiben. Die sehr unterschiedlichen Stationen die Checco durchläuft machen den Film dermaßen schnell und abwechslungsreich, dass man garnicht genug Zeit hat sich an Plattitüden, oder Vorhersehbarkeiten zu stören.
"Der Vollposten"
ist eine solide Kömodie. Weder die Handlung noch die Bilder sind dabei innovativ, lachen muss man dennoch. Wer vor schwarzem Humor nicht zurückschreckt kann hier definitiv einen unterhaltsamen Kinoabend verbringen.

© Weltkino Filmverleih
BEWERTUNG: 6,5/10

Titel: Der Vollposten
FSK: ab 6 Jahren freigegeben
Laufzeit: 87 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016
Autor: Checco Zalone, Gennaro Nunziante
Regisseur: Gennaro Nunziante
Darsteller: Checco Zalone, Eleonora Giovanardi, Sonia Bergamasco, Ludovica Modugno, Maurizio Micheli

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