Mittwoch, 31. Dezember 2014

Ein letztes Mal Weihnachten feiern - "Doctor Who - Die Zeit des Doctors"!




NEU AUF DVD! ©Polyband


Das Weihnachtsspecial von „Doctor Who“ ist seit Jahren sicherer Garant für gelungenes Fernsehen. Das ändert sich auch nicht mit „Die Zeit des Doktors“, gleichzeitig der Abschied von Matt Smith als 11. bzw. 12. Doctor-Darsteller. Neben verlängerter Folgenlaufzeit – die wohl die Auswertung als einzelne DVD rechtfertigt – ist also auch inhaltlich viel Zündstoff vorhanden. Den Doctor und Clara Oswald verschlägt es in das Dörfchen Christmas, das in stetiger Dunkelheit liegt und obendrein noch in einem Wahrheitsfeld liegt. Jeder, der dort lebt, kann und muss immer die Wahrheit sagen. Dazu empfängt die gesamte Galaxie eine unübersetzbare Nachricht von diesem Ort, was sämtliche Feinde des Doctors auf den Plan ruft. Im Sternenhimmel fliegen sie umher, die Daleks, die Cybermen, die Silence, die Weeping Angels… Die Situation verschärft sich, als der Name des Planeten auf dem sich Christmas befindet, bekannt wird: Trenzalore, der Ort, in dem der Doctor begraben wird. 

Showrunner Steven Moffat fährt noch einmal alles auf, was „Doctor Who“ zu bieten hat. Sämtliche Monster, die dem Doctor in letzter Zeit ans Leder wollten, verbünden sich. Er allein steht zwischen den unschuldigen Bewohnern von Christmas und der Armada seiner Feinde. Sein einziger Halt ist – wie könnte es anders sein – Clara Oswald (Jenna Coleman), die ihn unterstützt wo sie nur kann. Generell ist es schön zu sehen, wie Clara als klassischer Companion mit dem Doctor fast schon auf eine Stufe gestellt wird. Eine Entwicklung, die sich in der nächsten Staffel noch steigert. Der größte Fehler des Christmas-Specials ist es allerdings, direkt nach dem „50 Jahre“-Special auf Sendung gehen zu müssen. Dort hatte die BBC nämlich keine Kosten und Mühen gescheut, weltweit ins Kino geladen und Millionen Whovians in Begeisterung versetzt. Deshalb wirkt „Die Zeit des Doktors“ trotz der Thematik wesentlich kleiner, da das Budget niedriger angesetzt ist. 

©Polyband
Trotzdem gelingt es Moffat Matt Smith einen würdigen Abgang zu bescheren. Die Dramatik steigert sich immer weiter und das Gefühl, dass eine Ära bald endet, lässt sogar den Moffat-Zweifler ins Wanken geraten. Besonders in den letzten Minuten ist „Die Zeit des Doktors“ in Hochform und zeigt das, was „Doctor Who“ so groß macht. Gewaltige Emotionen, besonders in seinen leisen Momenten und einen Doctor-Darsteller auf der Höhe seines Könnens. Hier findet Moffat die perfekte Mischung aus Bombast und Subtilität und entlässt den Zuschauer mit einem Gefühl des Bedauerns. Selbst, wenn er sich mit Matt Smith und der hektischeren Stiländerung der Serie nach David Tennant nicht anfreunden konnte. 

Ein schöner Abschied, ein witziger Neubeginn. Denn wie jeder Whovian weiß, ist das Ende gleichzeitig ein Anfang. Und der ist mit Peter Capaldi als neuer Doctor interessant wie schon lange nicht mehr. Geronimo!


©Polyband
BEWERTUNG: 7,5/10
Titel: Doctor Who - Die Zeit des Doktors
FSK: ab 12 freigegeben
Laufzeit: 60 Minuten
Showrunner/Autor: Steven Moffat
Darsteller: Matt Smith, Jenna Coleman







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