Dienstag, 7. Oktober 2014

Die Jagd nach dem Mörder geht weiter - The Killing Staffel 2!

©Studiocanal
Was sich in den 13 Episoden der ersten Staffel ankündigte, wird nunmehr traurige Gewissheit. „The Killing“ tritt auf der Stelle. Zwar konnten die Produzenten noch mit einem spannenden Cliffhanger für großes Interesse sorgen, doch die Auflösung und Weiterführung zerfasert immer weiter. Mit fortschreitender Laufzeit füllen die Autoren die bestellte Laufzeit mit allerlei Drama, das in vielen Fällen wenig zum Fall um den Mord an Rosie Parker beiträgt. 

Die Polizisten Stephen Holder (Joel Kinnaman, „Robocop 2014“) und Sarah Linden (Mireille Enos, „Sabotage“) tappen nach wie vor im Dunkeln, während der Politiker Darren Richmond mit den Nachfolgen des Anschlags zu kämpfen hat. Stan Larsen, der Vater des Mordopfers, versucht weiterhin die Familie zusammenzuhalten, was angesichts seiner Verbindungen zur Unterwelt und zweier komplizierter Teenager-Söhne fast unmöglich scheint. Die Stärke der ersten Staffel, nämlich den Verlust eines geliebten Kindes anhand der Darstellung des Elternpaares aufzuzeigen, greift glücklicherweise noch immer. Das dramatische Potenzial der Serie erfüllt sich, sobald sich die Erzählung um Stan Larsen und seine Kinder dreht. Der weitere Kontrollverlust, die hilflose Suche nach dem Schuldigen, die Ohnmacht, die ihn häufig befällt. Hier ist „The Killing“ nach wie vor stark, was sich aber mit Blick auf weitere Subplots nicht aufrechterhält. Die Situation der Mutter scheint wenig nachvollziehbar und nimmt gehörig Schwung aus der Serie. Auch die Verwicklungen zwischen Bürgermeister, seinen Angestellten, dem Indianerreservat und Richmonds Kampagne drohen mehr als einmal über alle Ufer zu treten. Da gerät der eigentliche Mordfall ein ums andere Mal ins Hintertreffen, da sich lieber mit den privaten Verhältnissen von Sarah Linden und ihrem Sohn beschäftigt wird. 

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Doch dank der hervorragenden Schauspieler bleibt der Zuschauer trotzdem am Ball. Selbst mit niedriger Spannungskurve und schneckenartigem Vorwärtstempo in Sachen Mordfall, schaffen es die Darsteller sogar die unwahrscheinlichsten Wendungen zu verkaufen. Besonders link: Beinahe jede Folge endet mit einem Cliffhanger, der das Publikum zwingt, wieder einzuschalten. Immerhin wird dem Zuschauer ein passables Finale spendiert, das alle Fäden zusammenführt und der Familie Larsen wohl endlich ein klein wenig Frieden bringen wird. Für die hohen Qualitätsstandards des amerikanischen Pay TVs vielleicht zu wenig, doch für Fans etwas düsterer Krimiunterhaltung nicht zu unterschätzen. Ein Glück, dass das auch den Produzenten klar geworden ist und Staffel 3 wieder als Rückbesinnung angesehen werden kann. 


©Studiocanal
BEWERTUNG: 6,5/10
Titel: The Killing - Staffel 2
FSK: ab 16 freigegeben
Erscheinungsjahr: in Dtl. 2014
Genre: Krimi, Drama, Thriller
Showrunner: Veena Sud
Darsteller: Mireille Enos, Joel Kinnaman, Billy Campbell, Michelle Forbes, Brant Sexton, Jamie Anne Allman





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