Samstag, 12. April 2014

Don't touch me! - Aus dem Leben eines Hypochonders in "Super-Hypochonder"!




©Prokino


Nachdem Dany Boon und Kad Merad von Frankreich aus 2008 mithilfe von „Willkommen bei den Sch’tis“ in Europa durchstarteten, steht nun mit „Der Super-Hypochonder“ ein weiteres Projekt der Beiden an. Die Erwartungen sind also dementsprechend hoch, ist „Willkommen bei den Sch’tis“ doch einer der größten Hits der vergangenen Jahre. 

Dany Boon hat es sich auch dieses Mal nicht nehmen lassen, neben dem Part als Hauptdarsteller auch Regie zu führen, sowie das Drehbuch zu verfassen. Wie schon in „Nichts zu verzollen“ (Erscheinungsjahr 2010) ist er also verantwortlich für so ziemlich jede künstlerische Aufgabe in „Der Super-Hypochonder“. Der Film selbst nimmt sich des Hypochonders Romain Fubert (Dany Boon) an, der aufgrund seiner zahlreichen Ticks und Phobien kaum außer Haus geht und nur zwei Freunde hat. Einer davon ist sein langjähriger Hausarzt Zvenka (Kad Merad), der nur noch genervt ist von ihm. Als Romain jedoch versucht, etwas an seiner Einsamkeit zu ändern, gerät das Leben der Beiden gehörig durcheinander. 

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Nun, aus der Person des Romains ist natürlich einiges herauszuholen. Seine Unfähigkeit den Alltag zu überstehen, die Schwierigkeiten Frauen anzusprechen oder gesellige Abende über die Runden zu bringen. All das gestaltet sich mit einem Super-Hypochonder verständlich schwierig. Diese Seiten bringt Boon auch oftmals urkomisch rüber. Seine Gestik und Grimassen sind so vollkommen überzogen, dass der Zuschauer nicht aus dem Lachen herauskommt. Leider aber trifft der Film nicht immer den richtigen Ton und übertreibt hier und da ein wenig. Die Story selbst schlägt zum Ende hin einige unerwartete Haken und wirkt dementsprechend unausgewogen. Einfach deshalb, weil manche Szenen nicht zum Rest des Films passen wollen und ihn leider ausbremsen. Da entwickelt sich „Der Super-Hypochonder“ von einer Außenseiterkomödie zu einem waschechten Revolutionärsfilm – natürlich mit gehörigem Augenzwinkern versehen. So ganz will sich der Schlussakt aber nicht in das Gesamtwerk einfügen. 

Das ist dann auch der Grund, wieso „Der Super-Hypochonder“ nicht ganz an „Willkommen bei den Sch’tis“ anknüpfen kann. Die Grundzutaten sind zwar stimmig, Boon und Merad auf der Leinwand erzsympathisch – doch „Der Super-Hypochonder“ läuft einfach nicht völlig rund. So bleibt ein zwar vergnüglicher Kinoabend, jedoch nichts, das länger im Gedächtnis bleiben würde. Kein Muss, aber definitiv ein Kann. 

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BEWERTUNG: 06/10
Titel: Super-Hypochonder
Laufzeit: 107 Minuten
FSK: ab 6 freigegeben
Erscheinungsjahr: 2014
Regisseur/Autor/Produzent: Dany Boon
Darsteller: Dany Boon, Kad Merad, Alice Pol 






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