Mittwoch, 29. Januar 2014

James Bond meets Star Wars - "James Bond - Moonraker" // Shortreview






Nun, eines ist sicher: „Moonraker“ ist der wohl schwierigste Teil der Bondreihe. Dabei fängt alles ziemlich harmlos an.

Bond muss das Verschwinden eines Space Shuttles aufklären und nimmt so den Konzernchef von Drax Industries etwas genauer unter die Lupe. Von Anfang an ist klar, dass mehr hinter diesem undurchsichtigen Geschäftsmann steckt.

An Roger Moores Seite gesellt sich diesmal eine überraschend starke Frauenfigur. Dr. Goodhead ist Wissenschaftlerin, was Bond erst einmal verunsichert, ist er sonst doch nur dumme Ziegen gewohnt, die er retten und vorher/währenddessen/später besteigen darf. Moores peinliche Sprüche sind zwar immer noch vorhanden, werden von Goodhead zumeist jedoch witzig gekontert. Auch die Actionszenen sind nicht mehr ganz so ungelenk, sobald Bond sich mal prügeln muss. Hier ist eine kleine Steigerung im direkten Vergleich zum Vorgänger erkennbar.

©20th Century Fox Home Entertainment
Generell scheint das Kredo des Films „Höher, schneller, weiter“ zu sein. Schon der Beginn bietet einen halsbrecherischen Fallschirmstunt, der die Adern des Zuschauers ordentlich mit Adrenalin versorgt. Auch das spätere Zusammentreffen zwischen Beißer und Bond auf einer Gondel sorgt für Spannung! Durch die unverkennbare Handarbeit wirkt die Action um einiges echter und auch gefährlicher als in vielen Blockbustern heutzutage. Hier wurde viel Fleiß in Bonds beeindruckende Stunts investiert.

Allerdings krankt „Moonraker“ mit zunehmender Laufzeit an seiner an den Haaren herbeigezogener Story. Im letzten Drittel wirkt es, als hätte George Lucas das Drehbuch kurzfristig in die Finger bekommen und aus Lust und Laune heraus ein paar Sci Fi – Elemente hinzugefügt. Sobald sich amerikanische und feindliche Astronauten mit Laserwaffen im Weltraum bekriegen, ist es mit Spannung und Spaß vorbei und der Zuschauer kann nur noch mit der Stirn runzeln. Natürlich wollten die Produzenten ihr Stück vom Star Wars–Hype, doch die Umsetzung ist einfach nur peinlich und übertrieben. Ein weiterer Wehmutstropfen ist Bernard Lee in der Rolle des „M“, der kurz nach Dreharbeiten schwer erkrankte und schließlich starb. 

Da reißt auch keine vollkommen surreale Lovestory zwischen Beißer und einem Mädchen etwas heraus. „Moonraker“ ist ganz klar der schlechteste Bond. Ohne Wenn und Aber.

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BEWERTUNG: 4,5/10
Titel: James Bond - Moonraker
Laufzeit: 126 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben
Regisseur: Lewis Gilbert
Darsteller: Roger Moore, Lois Chiles, Bernard Lee, Richard Kiel, Michael Lonsdale, Geoffrey Keen, Desmond Lleweyn, Lois Maxwell






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