Mittwoch, 11. September 2013

Der Kampf um Mutter Erde schlägt sich im Animations-Genre nieder!/ Epic - Verborgenes Königreich


©20th Century Fox
„Epic“ ist nun das neueste Werk aus dem Hause Blue Sky und schon die Trailer machten klar, dass es hier eine Spur ernster zugehen würde, als in vergleichbaren Animationsfilmen.
Schon zu Anfang macht „Epic“ klar, dass es um einiges geht. 

Wenn gekämpft wird, dann auf Leben und Tod. Hier wird gestorben und das nicht gerade zimperlich. Für die kleineren Zuschauer unter uns ist das sicherlich nichts, ein kleines Mädchen die Reihe hinter uns musste mit den Tränen kämpfen.

Allerdings vertritt „Epic“ seine Botschaft dadurch sehr eindrücklich. Unsere Natur muss geschützt werden, um jeden Preis. Wenn die Leaf Man ausziehen um den Wald und damit auch jegliches Grün zu beschützen, dann ist das wichtig und muss mit dem nötigen Ernst honoriert werden. Das zeigt sich in der Darstellung des ziemlich düster gehaltenen Bösewichts Mandrake, der natürlich die Vernichtung jeglicher Pflanzen im Sinn hat. Seine Gefolgsleute sind dahingehend der Abschaum unter den kleinen Krabblern. Mücken, Tausendfüßler und Maden – alle vorhanden. 

Das mag selbstverständlich den Einen oder Anderen abstoßen. Mancher wird sich sauer daran aufstoßen und "Epic - Verborgenes Königreich" als martialisch hinstellen, für (kleine) Kinder ungeeignet. Nun hat schon Walt Disney in seinen Filmen Boshaftigkeit nicht gescheut und ist nicht zimperlich mit seinen Figuren umgegangen.  Da der Umweltschutz in der realen Welt immer mehr an Gewicht gewinnt, ist es nur folgerichtig, dass sich dies auch auf Filme jeglicher Art ausweitet. Selbst auf einen (vermeintlichen) Kinderfilm. Ein wenig Subtext für erwachsene Zuschauer hat noch keinem Film geschadet.

Allerdings durchbricht Regisseur Chris Wegde die dunkle Atmosphäre immer wieder mit beißendem Humor, der oftmals in Richtung Zynismus schielt (→ „Bauchplatscher“ ist dafür wohl das beste Beispiel) und seinen Comic Relief – Figuren. Diese zwei Charaktere in Form von zwei Schnecken funktionieren viel besser als gedacht und verbreiten gehörig gute Laune. Generell sind die Gags äußerst gelungen und finden so gut wie immer ihren Weg ins Ziel. 

Gegen Mandrake hilft nur noch rohe Gewalt! ©20th Century Fox


Wendet man sich den Hauptcharakteren zu, sieht es nicht mehr ganz so rosig aus. Zwar ist Hauptfigur M.K. ganz knuffig, doch wirklich originell ist die Rolle des enttäuscht- rebellischen Teenies nicht mehr. Auch ihr Kumpan Nod ist nichts weiter als der x-te Draufgänger, der sich im Verlauf des Filmes hin zum pflichtbewussten Verteidiger mausert. Da ist M.K.'s Vater als zerstreuter Professor noch die liebenswürdigste Figur. 

Macht aber wenig, denn „Epic“ kann ansonsten auf ganzer Linie punkten. Die Action ist famos, die Optik des Films faszinierend und generell bleibt der Kampf Gut gegen Böse spannend.
Auch der 3D- Effekt wird endlich wieder gewinnbringend eingesetzt und bringt dem Zuschauer Mutter Natur noch einmal um ein Vielfaches näher. Visuell äußerst gelungen.

Letztendlich ist „Epic“, trotz eher vorhersehbarer Story und dem einen oder anderen 08/15- Charakter, ein großer Spaß, da er seinem Sujet mit dem nötigen Ernst begegnet und trotzdem den Witz nicht außer Acht lässt. Pixar muss sich in Zukunft warm anziehen. Die Konkurrenz wird immer größer und auch ernstzunehmender. 

©20th Century Fox
BEWERTUNG: 7,5/10
Titel: Epic - Verborgenes Königreich
Produktionsland: USA
Genre: Animation, Komödie
FSK: ab 6 freigegeben
Regisseur: Chris Wedge




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